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Mittwoch, 06. Februar 2008
Kategorien
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 11:48

Liebe Freunde und Besucher dieses Blog

In diesem Blog ist die Familiengeschichte untergebracht.

Ich habe die Kategorien der Reihe nach den gelebten Jahren gefasst.

Also wählt die Kategorien nach einander und es ergibt sich die Familiengeschichte von A -Z

Altendorf wo alles anfängt.

Wägital wo der Berghof stand

Siebnen - Galgenen Hochzeit und Anfang meiner Familie

Wangen Mutters Familie

und unser Zuhause bis 1958

Lütisburg unser Zuhause bis 1989

Meine Schulzeit und und und.

USW.

Viel Freude am Lesen wünscht euch eure mary rosina

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Samstag, 22. Dezember 2007
Mein Page - Wächter
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:46

 

 


 

 

 

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Montag, 17. Dezember 2007
Frohes Fest
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 17:31

 

Ich wünsche allen Besuchern ein

frohes und friedvolles Weihnachtsfest

im Schoße ihrer Familien und Freunden.

Ganz viele Engelsgrüße von eurer

mary rosina

 


Mir stönd jetzt wieder im Advent!
E heimlich liebi Zyt,
trotz großem Lärm und viel Gschrei
wo`s i der Wält uss git.

S wird doch i mänger Stube schön,
mängs Härzli strengt sich a
und sinnet wie`s em Nebetmönsch
es Freudli mache cha.

Me steckt die erschte Liechtli uf,
und i dem Silberschy
erwached d`Wiehnachtshoffnig schnäll
für alli - groß und chli.

Advent, du liäbi Zyt
mit Tannegüen im Chranz,
zünd a i mängem Härz und Aug
stille Wiehnachtsglanz.
@ mary rosina
.
.
.


Es chlises stills Lächle
erhellt de tristi Tag,
bringt dir es bitzeli Freud,
so guet es da vermag.
Verzauberet süfeli d`Härze
söds au so chalt si wiene Stei
es dringt tüf i`d Seele ine,
erstrahlet mängisch no viel heller
als de größti Edelstei.
Es chlises stills Lächle
amene graue Regetag,
vertriebet so mangi Wolke
und said das i di mag.
@ mary rosina
.
.
.
@ mary rosina
.
.
.


Ich schicke den Weihnachtsmann zu dir,
damit er bringt ganz viel Gutes von mir.
Bleib fit und gesund
treibe es aber nicht zu bunt!
Viel Licht und Sonnenschein für dein Herz,
und auf den Lippen hin und wieder ein Scherz.
Laß das Leuchten in deinen Augen nie ausgehen!
Viel Gesundheit und Wohlergehen,
das alles und noch viel mehr
schleppt der Weihnachtsmann für dich daher.
Unsere Herzen schlagen den gleichen Takt,
verbunden durch einen Freundschaftspakt.
Du gibst mir immer wieder Kraft und Mut,
deine Nähe tut mir wahnsinnig gut.
Ich kann dich spüren, wenn du mich hälst,
und auch fest in deinen Armen behälst.
Dafür gibt es nur ein Wort "Danke"
deine mary rosina

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Dienstag, 24. Juli 2007
Pfahlheimer Geschichte
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 03:09




Unser Zuhause seit 15 Jahren
die drei Kleinen sind hier in den Kindergarten gegangen
 Andreas ab 3 Klasse und die drei Kleinen
von der 1. Klasse an in die Schule
Sie haben alle vier von den vielen Vereins - Angeboten
gebrauch gemacht.
Wir sind in Pfahlheim sehr glücklich geworden!

Kultur und Freizeit

Herzlich Willkommen in Pfahlheim

Kultur und Freizeit besteht in Pfahlheim aus vielen unterschiedlichen Sparten. Das Dorf blickt auf eine 1200jährige Geschichte zurück, die durch zahlreiche Ausgrabungen aus der Römerzeit, einer erhaltenen, 0,75 m hohen Limesmauer sowie durch das Römerkastell bei Halheim belegt und auch heute noch ersichtlich ist.

Ein weiterer Einblick in die Vergangenheit und das Leben in Pfahlheim wird jedem Besucher der Pfahlheimer Bauernstube gegeben, das neben dem Jagdmuseum zu den beiden Museen zählt.

Für die Erholung stehen Limesfreibad und Sonnenbach Stausee für Badefans, Segler oder Surfer bereit. Die Deutsche Limesstraße führt direkt durch Pfahlheim und lädt zum Radfahren oder Wandern ein. Und wer hoch in die Lüfte will, kann dies mit dem Ballon oder mit einem Segel- bzw. Motorflugzeug vom nahegelegenen Flugplatz Erpfental aus tun.

Zusätzlich bieten elf Vereine jedem die Möglichkeit Interessen und Hobbies nachzugehen, sowie aktiver Teil des gemeinschaftlichen Lebens zu sein.

Besuchen Sie Pfahlheim doch einfach mal.


Überblick

Die Ortschaft Pfahlheim liegt ca. 11,5 km östlich von Ellwangen 492 m ü.M., auf einer Gemarkungsfläche von 2542 ha und zählt zur Zeit um die 1700 Einwohner. Zu Pfahlheim zählen noch folgende Orte und Höfe: Beersbach, Buchhausen, Hahlheim, Hardt, Hirlbach, Hochgreut, Hofstetten, Pfeifhaus, Sonnenhof.

Bild: Wappen

Mitte des 2. Jhdt. wurde der Limes zunächst als Palisadenzaun, zwei bis drei Jahrzehnte später als Steinmauer gebaut, um das Römische Reich gegen Angriffe von Germanenstämmen zu schützen. Diese Grenze, von deren Holzpfähle die Ortschaft ihren Namen hat, verläuft heute mitten durch Pfahlheim. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt ein zweitoriges Numeruskastell bei Hahlheim, dessen Umriss durch Bepflanzung sichtbar gemacht worden ist. In diesem Kastell waren Soldaten stationiert, die einen Abschnitt, bzw. ein Tor des Limes zu bewachen hatten.

Eine zweite Spur menschlicher Niederlassung lässt sich auf das 5. oder 6. Jhdt. datieren. In diese Zeit fällt die Gründung des Alamannendorfs Pfahlheim an den Resten des Limes. Belegen kann man dies durch den Fund eines umfangreichen Gräberfeldes, das zwischen 1883 und 1906 freigelegt wurde. Allerdings lag diese Siedlung südlich der heutigen Ortschaft. Eine Besonderheit der Pfahlheimer Funde war die Anzahl der bestatteten Reiter, nämlich beinahe jeder dritte Mann lässt sich durch Grabbeigaben als solcher identifizieren. Diesem Phänomen war eine Sonderausstellung gewidmet, die vom 29. September 2001 bis 11. Januar 2004 im Alamannenmuseum in Ellwangen zu sehen war.

Bild: Wappen 1200 Jahre

Die erste urkundliche Erwähnung fällt in die Regierungszeit der Frankenkönige Pippin III. und seinem Sohn Karl dem Großen. Wie in der Urkunde „Codex Eberhardi“ festgehalten ist, hat einer der beiden die Ortschaft Pfahlheim mit 70 Joch Acker und vier Familien an das Kloster Fulda verschenkt. Pfahlheim feierte zwar im Jahr 2000 sein 1200-jähriges Bestehen, man kann aber nicht mit Sicherheit sagen, wann genau diese Schenkung stattgefunden hat. Nur soviel ist sicher, dass es in der Amtszeit dieser beiden Könige gewesen sein muss, die von 751 bis 814 dauerte.

Keine weiteren Erwähnungen gibt es bis zum Jahr 1218, in dem der Ministeriale Konrad von Pfahlheim der Klosterkirche Hl. Veit in Ellwangen einen Hof gestiftet hat. In der Folgezeit wechselte Pfahlheim auch in den Besitz des Klosters Ellwangen, später dann in den der Fürstprobstei Ellwangen. Da beim großen Dorfbrand von 1776 neben 38 Häusern auch die Kirchenbücher verbrannten, sind viele wichtige Aufzeichnungen verlorengegangen.

Mit der Säkularisation 1803 wurde Pfahlheim eine selbstständige Gemeinde. Die ständig wachsende Bevölkerung veranlasste 1842/1843 zum Neubau eines Schulhauses, 1877 zum Neubau eines Rathauses und 1891/1892 zum Neubau der Pfarrkirche.

Am 1. Januar 1973 endete die Selbstständigkeit der Gemeinde Pfahlheim. Fortan war man Teil der Großen Kreisstadt Ellwangen/Jagst.


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Dienstag, 27. Juni 2006
Schon wieder ein Abschied 1
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:14


 

Wenn es einen Menschen gibt,

der dich nimmt wie du bist,

der kein anderes Denken stört

und auch gerne deine Meinung hört,

der dich achtet und versteht

und alle Wege mit dir geht,

der ohne Lügen oder List stets

aufrichtig und ehrlich zu dir ist,

der das Gute in dir baut

und dir grenzenlos vertraut,

der mit seinem Kummer zu dir eilt

und deine Sorgen mit dir teilt

bist du mal traurig und verstimmt

der dich dann in seine Arme nimmt,

der sich aufs Wiedersehen freut

und dich zu lieben nie bereut,

der ist ein wahrer Freund für dich,

darum lasse ihn nie im Stich.

verfasser unbekannt

Unsere Saison-Arbeit begann, wie jedes Jahr mit viel Hektik.

Die neuen Angestellten mußten angelernt und eingeteilt,

evt. auch noch eingekleidet werden.

Bis Weihnachten mußte jeder Handgriff sitzen.

Jedes Bett, jede Falte mußte gleich sein.

Auf jedem Tablett hatte das Geschirr gleich zu stehen.

Jedes hatte die gleiche Anordnung zu haben, usw.

Erst anfang Januar gab es die erste Lücke, wo man freie Tage nachholen,

oder auch Fehlleistungen überarbeitet werden konnte.

Die Arbeit war gut, denn wir waren nicht das erste Mal da,

kannten den Ablauf der Arbeit genau.

Der Winter gab auch genug Schnee her, sodaß die Gäste zufrieden

und glücklich waren, denn es war natürlich schon so,

wenig Schnee, keine gutgelaunte, schlecht zufriedenzustellende Gäste,

 erschwerte Arbeit,

viel oder genügend Schnee, gutgelaunte, großzügige Gäste,

dann machte das Arbeiten auch viel mehr Spaß.

Bei uns drei, war der Bau und alles was dazugehörte,

Gesprächsthema Nummer eins.

Wir redeten und machten Pläne, stunden- und nächtelang.

Die Nachrichten aus Kreta waren gut, das Wetter erlaubte es,

mit dem Bau des ersten Hauses gut voranzukommen und die Baubewilligungen

für die anderen Bauten waren uns aufs Frühjahr versprochen worden.

Da zahlte sich der vorsichtige und geplanten Kauf der Grundstücke von Janis aus.

Wir entschieden, daß Janis als erster gehen sollte

und Meinrad und ich den Job bis Ostern zu Ende machen würden,

um dann nachzureisen. Ich wollte noch soviel von der griechischen Sprache lernen,

wie möglich, sodass ich mich bei den Angestelleten durchsetzen

und mit den Gäste unterhalten konnte. Zu meiner Überraschung gefiehl es mir

sehr, auch wenn ich mich am Anfang mit der Schrift etwas schwer tat.

Die Zeit verflog wie im Flug, Stress war an der Tagesordnung,

deshalb fiel es mir auch nicht sofort auf, daß Meinrad schlecht und blass aussah.

Er war bereits beim Arzt gewesen, weil er so müde und abgeschlafft war,

sowie immer wieder wahnsinnige Bauchschmerzen hatte.

Doch der meinte, es käme vom Stress und würde sich nach der Saison bessern.

Doch ich gab mich nicht damit zufrieden und schleifte ihn

ins Inselspital in Bern.Eine Untersuchung folgte der nächsten,

bis wir wußten, daß er einen Tumor hatte, der so schnell wie möglich operiert

werden sollte. Die Ärzte machten keinen Hehl daraus,

wie gefährlich und schwer die Operation werden würde. Aber eine

Alternative gab es keine.

Janis wollte natürlich sofort nach Hause kommen, doch er mußte auf Kreta bleiben,

denn der Bau war schon zu weit fortgeschritten, um alles den anderen zu überlassen.

Für Meinrad und mich, war alles so weit weg. Alles Denken und Fühlen,

drehte sich bei uns nur noch um die OP, die bald anstand.

Oft hielten wir uns einfach in den Armen und weinten, wir hatten eine riesige Angst.

Vor allem ich, es konnte doch nicht sein, daß ich ihn auch noch verlieren würde.

Janis war verzweifelt auf Kreta, denn das erste Haus war eröffnet,

Was er überhaupt nicht machen wollte,nicht alleine,für ihn gehörten wir dazu.

Auch war er seit vielen Jahren nie mehr so lange ohne Meinrad gewesen.

Meinrad wollte nach Hause zu den Eltern fahren, egal was kommen würde,

er möchte Frieden haben.Ich durfte gar nicht daran denken, daß ihm

etwas passieren könnte, das schob ich ganz weit weg.

Im Gegensatz zu mir,war er nie mehr dort gewesen.

Ich war immer mal wieder zu Besuch gewesen, habe mich immer wieder

um sie gekümmert, aber Meiri hatte nie den Mut dazu gehabt,

was ich durchaus verstehen konnte.

Sie wußten auch nicht, daß wir all die Jahre mehr oder weniger

zusammen gearbeitet und gelebt hatten.

Auf dieser Fahrt, erzählte er mir das erste mal, von damals,

was in der Nacht wirklich passiert war, als Vater ihn rausgeschmissen hatte,

als er erfahren hatte, daß er schwul war. So wie ich meine Eltern kannte,

und was ich noch aus eigener Erinnerung wußte, war es keine schöne Angelegenheit,

keine schöne Geschichte, doch es ist ja oft auch Heute noch so.

Es gibt in meinen Augen noch viel zu wenig Offenheit, auch wenn die Promineten

Menschen einen großen Vorstoß in Sachen Outing gemacht haben.

Meiri war ihnen nie böse gewesen, denn wir wußten beide,

daß sie nicht anders handeln konnten, auch wenn es sie sicherlich oft

in den vielen Jahren sehr schmerzen mußte, vorallem weil sie ja Leo

schon hergeben mußten.

Ich hatte ihnen nicht erzählt, daß ich ihn mitbringen würde, denn ich wollte

einem kategorischen Nein, keine Chance geben. Doch nach der ersten

Überaschung, waren sie nur noch glücklich, daß er da war,

auch wenn siesofort merkten, daß er krank sein mußte,

denn er war doch schon ganz schön abgemagert.

Er erzählte ihnen von der bevorstehenden schweren OP, auch daß sie gefährlich war.

Sie meinten sofort, er sollte nachher nach Hause kommen,

um sich pflegen zu lassen und um sich zu erholen, das war die Hand,

die sie ausstreckten und Meinrad nahm sie sofort an. Er erzählte ihnen von seiner

Arbeit, seinem Leben all die Jahre, allerdings ohne Janis und mich zu erwähnen.

Hätten wir doch früher den Schritt machen sollen? Doch ich glaube,

dann wären sie noch nicht so weit gewesen zu verzeien,

auch wenn es nichts zu verzeien gab.

Wir blieben über Nacht, da es doch schon spät geworden war.

als wir uns verabschiedeten, hatten sie Tränen in den Augen.

Ich denke sie ahnten, daß es nicht gut aussah, doch gesagt hatten sie nichts.

Wir hingen beide den Gedanken nach, jeder für sich.

Nachdenklich kamen wir in Zürich-Kloten am Flughafen an, um Janis

abzuholen, der nun nicht mehr abzuhalten gewesen war, zu kommen um seinem

Lebenspartner beizustehen.

Der Morgen, an dem wir Meiri ins Spital brachten, war furchtbar,

Hoffnung, Angst, alles durcheinander, wir litten Höllenqualen.

Zwei Tage später wurde er operiert. Janis und ich sassen auf dem Flur

vor dem OP- Saal, kippten Unmengen von Caffee in uns rein,

hielten uns an den Händen, beteten und hofften, daß alles gut gehen würde.

Sie legten ihn auf die Intensiv und wir durften zu ihm. Stundenlang saßen wir da,

einer links, der andere rechts vom Bett, hielten ihn an den Händen,

streichelten ihn, damit er spürte, daß wir da waren.

Wir sagten zu ihm alles mögliche und unmögliche.

Janis und ich hatten in der Nähe in einer Pension ein Zimmer genommen,

um sofort bei ihm sein zu können, wenn etwas sein sollte.

Dort angekommen, hielten wir einander fest und weinten uns erst mal aus.

Die OP und die nächsten Tage waren überaschend gut verlaufen

und er konnte auf die normale Station verlegt werden. Ach waren wir glücklich,

jeder Tag ging es mehr aufwärts.Unsere Eltern sowie die von Janis

waren genausofroh . Wir fingen schon wieder an Pläne zu machen.

Janis würde nach Kreta fliegen, ich würde Meinrad zu unseren eltern fahren,

um sich wieder aufpäppeln zu lassen.

 Ich hatte in der Nähe eine Aushilfstelle im Service angenommen,

denn zuweit weg von ihm wollte ich noch nicht.

Janis und ich waren in der Stadt gewesen um das Flugticket zu holen.

Als wir zurück ins Inseli kamen, kam uns schon die Schwester entgegen.

Ganz aufgeregt sagte sie uns, daß es Meiri schlechter ging

und sie ihn wieder erneut auf die Intensiv verlegt hätten.

Es ging ihm furchtbar schlecht. Wir drei hielten uns an den Händen

und weinten.

Der Arzt kam und wollte mit Janis und mir sprechen.

Wieder der Geschmack von Desinfektionsmittel, wieder ein Arzt,

der was sagte, ich aber alles wie aus weiter Ferne hörte.

Ich kannte das schon alles,

nur war ich kein junges Mädchen mehr, sondern eine erwachsene Frau,

die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stand, doch genau den verlor ich wieder.

Janis und ich standen da, nicht fähig ein Wort zu sagen, verstanden überhaupt nichts.

Was sagte er? er würde sterben; nein, das konnte, durfte nicht sein.

Er würde sich wieder erholen, der Arzt mußte sich irren, doch der überließ

uns einer Schwester, die uns zu

erklären versuchte, was passiert war und warum.

Doch richtig verstanden hatten wir es nicht.

Bevor wir zu Meiri gehen wollten, machten wir einen Spatziergang,

wir mußten erst mal runter kommen.

Wir weinten, bis wir keine Tränen mehr hatten, gingen dann auf die

Intensiv zurück. Wir würden ihn nicht mehr verlassen,

 das hatten wir uns versprochen.

Wir erschracken, denn er sah schlecht aus und wir mußten uns nichts mehr

sagen, so wie wir drei uns oft ohne große Worte verstanden hatten.

Wir hielten uns fest und langsam durfte er gehen.

Nun leuchtet der dritte Stern meiner Brüder für mich.

Es war der 16. Juli 1979

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Abschied 2
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:01

Der Abschied

Warum schon wieder ich?

Warum mußte ich schon wieder einen Menschen,

einen Bruder hergeben, den ich so liebte?

Warum? Warum? Warum?

Dieses Wort kreiste mir schon wieder dauernd im Kopf herum.

Alles wie damals vor 13 Jahren bei Leo!

Nur war ich diesesmal nicht alleine.

Janis und ich stützten uns gegenseitig.

Wir mußten uns von Meinrad verabschieden,

 denn wir durften nachher nicht mehr zu ihm.

Wir mußten uns auch desinfizieren, dieser Geruch,

den ich seit damals so sehr hasste.

Sie erzählten uns was von Ansteckungsgefahr,

daß der Sarg geschlossen bleiben mußte.

Ich durfte keine Entscheidungen treffen.

Meinrad war ledig und unsere Eltern dafür zuständig.

Dafür kannte ich meine Eltern zu gut,

die würden sich nicht von mir reinreden lassen und genau so kam es dann auch.

Ich hatte also die schwere Aufgabe sie anzurufen

und ihnen zu sagen, was passiert war.

Sie waren geschockt, und schimpften als erstes mit mir,

warum ich nicht früher angerufen hätte,

sie wären dann sofort mit Walter gekommen.

Daß Meinrad das nicht gewollt hat, schon gar nicht, weil Janis dabei war,

konnte ich ihnen nicht sagen.

Ich bot ihnen an, zu kommen und sie nach Bern zu fahren,

weil sie die Verantwortung für die Aufträge hatten.

Das lehnten sie ab, warum auch immer?

Sie würden mit Walter kommen. Mir konnte es recht sein,

ich hatte alles andere als Lust, mich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Ich war die Kleine, die hatte nichts zu sagen; das hatte sich anscheinend

noch nicht geändert.

Ich sagte ihnen, daß Meinrad alles für eine Feuerbestattung

geregelt und ausgesucht hätte,

das lehnten sie, vor allem Vater lautstark ab.

Das kommt nicht in Frage, er gehört auf unseren Friedhof.

Mir wäre es lieber gewesen, er hätte früher nach Hause gehen können.

Aber ich hatte das nicht zu entscheiden,

Also sagte ich mein kommen erst auf den Dienstagabend an,

so hatten Janis und ich Zeit für uns.

Wir fuhren nach Biel in ihre Wohnung. Hielten uns fest, trösteten uns

gegenseitig, schauten alte Bilder an und dachten an die wunderschönen

Jahre die sie beide, aber auch wir drei zusammen gehabt hatten.

als wir an unser gemeinsames Projekt in Kreta dachten,

wurde uns bewußt, daß wir seiner Familie noch gar nicht Bescheid gesagt hatten.

Was wir sofort nachholten.

Sie waren alle genauso geschockt,

sein Bruder wollte sofort kommen um uns zu helfen ,

was wir jedoch dankend ablehnten, weil ja nicht wir zu entscheiden hatten,

sondern meine Eltern.

Was wurde nun aus den Plänen für Kreta?

Alles was wir geplant hatten kommt ins wanken.

Konnten, wollten wir das auch ohne ihn machen?

Irgendwann forderten unsere Körper ihr Recht.

Wir hatten seit ein paar Tagen nicht mehr richtig geschlafen,

gegessen sowieso nicht.

Wir fielen in einen tiefen, schweren Schlaf, um am anderen Morgen,

etwas erholter aufzuwachen.

Wir machten uns auf den Weg zu meinen Eltern,

es waren immerhin fast 3 Std. Autofahrt, liessen uns aber Zeit.

Hielten da an, wo wir gemeinsam gewesen waren, gingen Wege entlang,

die wir gemeinsam gegangen waren.

So kamen wir erst bei ihnen an, als sie von Bern wieder zurück

und Walter schon wieder nach Hause gefahren war.

Ich stellte ihnen Janis als meinen Freund vor, was sie sofort glaubten.

Sie hatten selten einen Freund von mir zu Gesicht bekommen,

höchstens wenn ich mal bei einem Besuch jemand dabei hatte.

Vater lag mir sowieso dauernd in den Ohren,

ich sollte endlich etwas Festes suchen und heiraten.

Sie waren nun doch froh, daß wir da waren, denn es mußten

doch noch alle Behördengänge, den Termin für die Beerdigung

mit dem Pfarrer und halt alles was  es an Arbeit gab gemacht werden.

So hatten Janis und ich doch noch einiges zu tun, über das wir froh waren,

Die Beerdigung war erst am Samstag, weil es früher vom Pfarramt

nicht möglich war. Wir machten dann den Termin für die Überführung von Bern

auf den frühen Freitagabend, bestellten die Blumen auch auf diese Zeit,

sodass bis zum Rosenkranz alles erledigt war.

Wir zwei zogen uns ins nächste kleine Städtchen zurück,

traffen uns mit meinem besten Freund Walter,

zu Hause zwei Tage rumsitzen hätte uns verrückt gemacht,

vor allem weil wir immer aufpassen mußten mit dem was wir sagten.

Mir graute vor der Beerdigung, war so dankbar, daß Janis bei mir war.

Doch die Zeit war ja auch hier nicht still gestanden, kein Vergleich mehr zu

früher, bei Leo.

Den Weg wurde einem erspart, denn es gab nun eine Aussegnungshalle.

man traf sich auf dem Friedhof.

Ich hatte Angst um meinen Vater, er hatte kaum Kraft zum stehen,

wir mußten ihm einen Stuhl besorgen. Ich hätte gerne gewußt, was in ihm vorging.

Von den vielen Verwandten kannte ich nicht die Hälfte.

Weil wir schon soviele Jahre unterwegs waren, hatten wir keinen großen Kontakt.

Janis und ich waren die einzigen, die mit ihm gelebt und gearbeitet hatten.

Wir stützten uns und gaben einander Halt.

Wir wußten nicht mehr viel, war alles sehr verschwommen.

Am Sonntagmittag nach der Kirche zogen wir uns nach Biel zurück.

Ich war nur froh, daß er doch noch einmal zu Hause gewesen war,

so konnte er in Frieden gehen, das tröstete auch unsere Eltern,

das weiß ich genau.

Janis und ich gaben die Wohnung in Biel auf, ich fuhr das was ich behalten

wollte nach Hause und Janis flog zurück nach Kreta.

Ich wollte noch nicht, ich zog durch die Lande, mal hier einen Job, mal da.

Ich war nicht fähig was festes anzunehmen.

Ich fand den Weg aus dem tiefen Loch in das ich gefallen war einfach nicht hinaus.

Ich war oft kaum fähig die Tage zu überstehen.

Janis war um mich besorgt, das wußte ich, ich konnte ihn aber immer wieder

beruhigen und er hatte genug zu tun.

Bis ich eines Tages ein Flugticket von ihm bekam und die Bitte,

zu kommen, er würde mich dringend brauchen.

Das war dann für mich keine Frage sonder selbstverständlich.

Die zwei kleineren Häuser die schon fertig und offen waren, waren einfach

traumhaft geworden. Es erinnerte vieles an Meinrad.

Weißt du noch, das hat er ausprobiert und geteste ob es funktoniert,

oder hier hat er Vorschläge gemacht oder Änderungen angeregt.

Janis sagte zu mir, daß er fest mit ihm verbunden sei,

und immer wenn etwas neues dazukommen soll, frage er ihn um Rat.

Die Hotels standen ganz am Anfang des Gebietes,

nahe am Meer mit dem aufgeschütteten Sandstrand.

So konnte man nach oben hin gut weiterbauen, ohne die Gäste sehr zu stören.

Die meisten waren begeistert, von dem was schon war und von den Plänen,

mit dem was noch kommen sollte, und wie es dann mal aussehen würde.

Wir hatten viele gäste aus Italien und vom Griechischen Festland,

Athen und Umgebung. Gott sei Dank hatte ich die griechische Sprache

nicht vernachläßigt, denn Deutsch hörten wir nur selten.

Janis hatte zwei ehemalige Mitarbeiter,

mit denen sie öfters auf See gewesen waren, dazugeholt, die sehr tüchtig waren,

aber auch froh eine Dauerstellung in der Heimat gefunden zu haben.

Ich blieb bis Ende Oktober, dann mußte ich nach Hause, erstens weil ich

keine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung hatte, aber auch,

weil ich für den Winter eine Stelle in einem Speiselokal

als einfache Serviertochter angenommen hatte.

Ich wollte keinen Job mit großer Verantwortung machen,

ich genoß es richtig die anderen entscheiden zu lassen.

Ich hatte von Anfang an gesagt, daß ich Ende März aufhören würde,

weil dann Kreta auf mich wartete.

Ich konnte es kaum erwarten, endlich wieder in einem großen Familienverbund

aufgenommen zu werden.Wir konnten wieder einiges dazu übernehmen,

was fertig geworden war. Wir arbeiteten viel und hart,

waren gut ausgebucht und das Esslokal war auch jeden Abend gut besucht.

Der erste Todestag von Meinrad kam, Janis und ich vermissten ihn immer noch

jeden Tag. Ihm fehlte der Lebenspartner und mir mein Freund.

Die Eltern von Janis fragten uns, ob wir mit ihnen in die Kirche gehen wollten,

was ich sehr fürsorglich fand, auch wenn es die griechisch ortodoxe Kirche

war, beten kann man überall. Es war ungemein feierlich und voller Liebe.

Janis und ich waren total berührt, als wir sahen, was seine Eltern in ihrer

Familiengruft für Meinrad gemacht hatten. Wir glaubten unseren Augen kaum.

Sie hatten eine Tafel an der Wand angebracht, mit seinem Namen

und seinen Daten, so hatten sie für Janis einen Platz geschaffen,

wo er trauern aber ihm auch sehr nahe sein konnte,

 aber auch Meinrad nachträglich als Familienmitglied aufgenommen.

So ging der Sommer langsam dem Ende entgegen,

ich mußte wieder an die Heimreise denken.

Es wartete ein neuer Job im Engadin auf mich.

Es ging mir gut, ich war in diesem Sommer reifer und erwachsener geworden,

was man mit 27 Jahren das noch werden kann.?

Ich hätte mir nie träumen lassen, daß dies mein letzter Sommer

auf Kreta gewesen war.

Doch meine Vorsehung hatte einen anderen Lebensweg für mich ausgesucht.

Ich weiß aber, daß es allen gut geht und Janis

immer noch Meinrad und mich in seinem Herzen hat.

Den Grundstein den wir drei für das Familienunternehmen gelegt haben,

geht nun in die nächste Generation und trägt Früchte.

@ mary rosina 06.06

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Freitag, 16. Juni 2006
Hab meine Heimat gefunden
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 23:06

 

 

Hab meine Heimat gefunden

 

 

                  

 

 

 

 

  Mein Bruder Meinrad meinte, es wäre wohl an der Zeit,

dass ich eine Vernünftige Ausbildung machen sollte.

Er war ja gelernter Schneider und hat die Hotelfachschule besucht,

aber er meinte, er würde mich selber besser ausbilden, als eine Schule.

Das hat sich auch bestätigt..!

Den Beruf als Servicefachangestellte gab es noch nicht,

also nahm er das selber in die Hand.

Er hat für uns Stellen gesucht im Engadin, er war natürlich mein Chef.

Er schnappte mich und wir fuhren zusammen mit seinem Partner,

er hatte seit Jahren einen festen Partner, wenn es hart auf hart kam,

war er mein Freund. Damals Ende der Sechziger,

auch noch tief in die Siebzigern, war es verboten schwul zu sein.

Im Hotel- und Gastgewerbe ist es ein Vorteil,

denn sie sind viel zuvorkommender hoffierender, freundlicher zu den Gästen

Das schwul sein, war auch der Grund,

warum er nicht mehr nach Hause gehen konnte.

Vater muss in rausgeworfen haben, als er es erfuhr.

Ich war damals noch zu klein, und Meinrad hat dazu immer geschwiegen.

 

 

 

 

 Richtung Engadin, weg war ich, na ja, vermissen würde ich nicht viel,

ausser dass es mir schwer fiel, gehorsam zu sein und mir sagen zu lassen,

was ich zu tun und zu lassen hatte.

Ich war wirklich so etwas wie ein Wandervogel gewesen vorher.

Ich wusste zwar, wo das Engadin lag und man romanisch sprach,

hatte aber keine Ahnung was mich da erwartete.

Als wir oben auf dem Julierpass vor der Abfahrt nach Silvaplana standen

und ich meinen Blick wandern liess, ging mein Herz auf,

ich bekam Tränen und wusste, spürte, da bin ich zu Haus.

Dieses Bild ist mir damals ins Herz eingebrannt worden.

Egal welche Jahreszeit, im Sommer die tiefblauen Seen,

einer nach dem anderen,

Maloya-Silser-Silvaplane-Champferer-St.Moritzersee.

Die Berge rechts und links hoch,

ganz oben die Gletscher und der ewige Schnee.

Den ganzen Sommer über kommen die Fischer um in dem Inn

oder den unzähligen Bergseen zu fischen.

Am Anfang des Winters, wenn es schon Schnee hatte,

aber die Seeen noch nicht gefroren waren,

lagen sie schwarz in einer weissen Pracht da um nachher zuzufrieren

bis zum nächsten Frühling.

Man weiss ja, was alles auf diesen Seeen abgespielt wird,

Pferdepolo, Engadiener, Langlaufmarathon ist nur ein Bruchteil des Geschehens.

Es gibt eine Sprungschanze, ein fester Termin am 25.Dez jeden Jahres,

Weihnachtsspringen. Die einzige Bobbahn,

die noch von Hand und mit Schnee gebaut wird.

Sie fängt oben in St.Moritz an und geht runter nach Celerina.

Wie viele WM und EM`s wurden da schon ausgerichtet,

auch im Skeleton, eine Tipische Englische Sportart,

gibt es soviel ich weiss in keiner Naturbahn ausser in St.Moritz durchgeführt.

Die Weltmeisterschaften des Wintersport waren erst grad vor ein paar Jahren,

auf dem Corviligna, geblieben sind die Abfahrt,

Riesenslalom und Slalom der Frauen.

Im Sommer wird der Malojawind für die Surfer zum Mekka.

Dann nicht zu vergessen die Sportler aller Art,

geniessen hier auf 1800 m.ü.M. das Höhentraining.

Sommer wie Winters.

Und das Skilaufen ist auf dem 3300m hohen Corvatsch - Gletscher

das ganze Jahr über möglich.

 

 

  Der Sommer ist einfach nur gigantisch, Die ganze Alpenflora,

die Bergseen mit ihrem klaren Wasser

und die Kilometer langen Wanderwegen.

Dieser tiefblauen Himmel, ohne ein Wölkchen,

wir sagen dazu immer das Postkarten Wetter,

weil dies auf fast jeder zu sehen ist.

Auf den Muottas Muragl fährt eine der steilsten Zahnradbahnen.

Ich bin als die Kinder noch kleiner waren, mit ihnen,

rauf gefahren und runter gelaufen, was ihnen damals noch  leichter viel.

Dieser Blick, jeder der mal auf Muottas Muragl war,

wird ihn nie mehr vergessen,

denn man sieht über das ganze Tal bis nach Maloja.

Ja das ist meine Heimat geworden,

auch wenn wir im Tessin oder Berneroberland waren,

immer wieder waren wir im Engadin.

So wie ich ins Engadin nach Hause ging,

war es bei Meinrad das Bernerland.

Er und sein Partner hatten eine kleine Wohnung in Biel- Bienne.

@ mary rosina 06.06

 

                                                        Also, nun geht es los!

Wir kamen an unserem Arbeitsplatz an.

Unsere Zimmer waren ganz unter dem Dach,

klein und nur mit dem nötigsten ausgestattet.

Das war aber in den großen Hotels die Gewohnheit,

wie ich immer wieder feststellen werde.

Aber man war ja sowieso nicht viel auf dem Zimmer,

 in jenen Jahren war es noch an der Tagesordnung,

12-16Std. Tage.zu arbeiten, dann fiel man todmüde ins Bett

 und  wie das Zimmer ausgestattet war

das interessierte keinen mehr.

Meinrad hatte es geschickt gemacht,

er war mein Chef und so mußte ich lernen, grad immer,

 was er dachte, und an der Reihe war hatte ich zu lernen                      

Ich war in der Küche als Tellerwäscher,

also in der Hirarchie ganz unten mußte ich anfangen.

Ich war in der Rüsterei, Salate, Gemüse,

Kartoffeln waschen und rüsten, sowie schneiden.

Das ging damals alles noch von Hand;

 als nächstes war ich dann Kaltmamsell (kalte Küche) das gefiel mir

 das machte ich gerne,

 auch später habe ich diesen Job noch öfters angenommen. 

 Aber an die Kreativität von Meinrad kam ich nie an

Die Platten und Teller, die er herrichten konnte,

die sahen aus wie Kunstwerke.

 Kaltmamsell; ihr Job ist; die Kalten Teller und Platten herzurichten.

sowie das Kalte Buffet gehörte auch dazu.

Dann die ganzen Dessert, Eisbecher usw.

Als nächstes kam die Theke an die Reihe.

Meinrad meinte immer, du mußt wissen, was du den Leuten verkaufts. 

 An der Getränke Ausgabe, so lernt man es am besten.

Dann kam der Etagedienst an die Reihe,

als Zimmermädchen und Putzfrau.da muß man mehr als penibel sein,

Kontrolle mit weißen Handschuhen!!!

Ich kann schon sagen; "Lehrjahre sind wirklich keine Herrenjahre."

Dann endlich durfte ich als Comie in den Service.

Meinrad war als Chef furchtbar.

Von mir verlangte er immer doppelt soviel wie von den anderen,

ich ganz schön beschissen fand.

habe ich mit ihm gestritten, gezornt und auch ab und zu abgehauen,

aber ich ging immer ganz reumütig zurück.

Ich muß ihm damals ganz schön auf die Nerven gegangen sein,

er hat mich immer wieder aufgebaut und gestützt,

ebenfalls von Janis, der tröstete mich immer,

wenn ich traurig und fertig war.In dieser Zeit habe ich soviel gelernt,

dafür bin ich ihnen heute noch dankbar.

Ohne ihre harte Schule, durch die ich gehen mußte,

wäre ich wohl nie so erfolgreich geworden.

Eines machte ich nicht gerne; 

 in den riesigen Hotels mochte ich nicht gerne arbeiten.

Mir gefiel es in kleineren Hotels und Speiselokalen besser,

 in den großen Kästen fühlte ich mich nicht wohl.

Meine beiden Männer aber, arbeiteten lieber in diesen großen Kästen.

Für mich mußte alles ein bisschen einfacher, persöhnllicher sein.

Nebenher lernte ich die Sprachen, wenigstens soviel.

daß ich an der Rezeption mit den Gästen sprechen konnte.

Die Fachsprache vom Hotel- und Gastgewerbe ist französisch.

Egal wo man auf dieser Welt lehrnt,immer in Französischer Sprache.

Dann kam hinzu, daß man im Engadin Romanisch spricht.

Eine alte Lateinische Sprache.

Die vierte Landessprache der Schweiz.

Das Oberitalien ist ja nicht weit entfernt,

deshalb sind auch sehr viele Saisonarbeiter aus Oberitalien.

Da ist es schon von Vorteil, wenn man wenigstens das nötigste kann,

um die Anordnungen der Arbeit weitergeben zu können.

für ein halbes Jahr ging ich nach England, um die Sprache zu lernen.

War eine gute Zeit. Ich arbeitete nebenher in einem Steakhous,

was sehr viel Freude machte.

Ich hatte über den Winter einen Job als Springer angenommen.

Das heißt du wirst immer da eingesetzt, wo Not am Mann war.

 Das konnte auf der Skiehütte sein, und abends noch an der Hotelbar.

Oder im Etagendienst um noch in der Wäscherei zu landen.

Solche Jobs sind der absolute Höhepunkt,

nur wer eine gute Kondition hat

und ein großes Fachwissen auf allen Posten überlebt diese Zeit.

Hier zeigte sich, was ich alles von Meinrad und Janis gelernt hatte.

Erst jetzt wußte ich es zu schätzen, was sie mir beigebracht hatten.

die beiden hatten dies aus mit gemacht.

Eine gute Fachkraft, mit vielen Kenntnisse der Hotelführung.

Ich hatte noch zwischen durch meine Ausbildung an der Wirteschule gemacht

und durfte nun auch selber ein Hotel leiten oder selber führen.

Ich war den beiden so dankbar, habe ich überhaupt genug gedankt?

 Ich schau hoch zum Himmel, wo dein Stern leuchtet

und sage dir ein leises Danke, Danke für deine Liebe und Fürsorge.

Danke daß du für mich da warst, Danke mein Bruder,

danke daß du mein Bruder warst.

Ja die beiden waren so stolz auf mich,

grad weil ich es ohne sie geschafft hatte.

Auch wenn sie nicht bei mir waren sondern auf See,

habe ich mich immer weitergebildet und nun den Lohn dafür bekommen.

@ mary rosina 06.06

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Der Lohn unserer Arbeit
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 18:39

 

 

  Der Lohn unserer Arbeit

Durch meine nun auch vollständige Ausbildung, stand uns die Welt offen,

was wir auch einzeln oder zusammen auslebten.

Die beiden Jungs fuhren oft auf See,

machten mich mit den schönen Südseepostkarten neidisch.

Ich besuchte sie manchmal, wenn ich zwischen den Saisons Zeit fand.

Ein Kurztrip mußte meistens reichen.Denn je besser ich wurde,

je mehr Erfahrung ich zusammen mit meiner guten Ausbildung mitbrachte,

desto höher fiel ich die Treppchen rauf.

Je höher, je mehr Verantwortung, desto mehr Arbeit, das ist halt so. 

Aber ich hatte einen Traumjob und immer wieder dankte ich meinem Bruder

im stillen, das er mir das überhaupt ermöglicht hatte.

Auch wenn die beiden auf See waren, war unser Kontakt immer da,

ich erinnere mich noch gut an die horenden Telephonrechnungen die wir hatten.

Meins wäre das nicht gewesen, ich bewunderte die Beiden,

wie gut und locker sie das machten. Mir war lieber,

ich hatte Boden unter den Füssen.

So verging die Zeit und die beiden machten Pläne,

wollten der See entgültig auf wiedersehen sagen.

Vor dem Saisonbeginn, gingen sie nach Kreta, weil Janis von dort stammte.

Das wäre Jahre vorher nie möglich gewesen.

Es war nie leicht für die Beiden,

den schwul zu sein war in jener Zeit niergend wo einfach.

War also in Griechenland genauso wie bei uns zu Hause.,

da gab es keine Unterschiede.

Meinrad wurde von meinem Vater rausgeworfen

und Janis genauso von seinem Vater.

Jahrelang mußten die beiden um ihre Liebe kämpfen und Versteck spielen.

Es war einfach nur schlimm.

Ich kannte viele, die begannen zu trinken, oder noch schlimmer Selbstmord,

weil sie mit dem ganzen Druck nicht mehr fertig wurden.

Doch gerade im Hotelgewerbe und auch bei Luftlinien,

waren die schwulen Männer sehr beliebt.

Sie waren viel freundlicher- höflicher- zuvorkommender.

Also, wenn ich die Wahl hatte,

zwischen einem sogenannten Normalen- oder schwulen Kellner,

entschied ich mich für den Schwulen Kollegen

und lag eigentlich fast nie daneben.Grad im Hotelgewerbe,

kannte man sich untereinander,

es waren Freundschaften entstanden über all die Jahre,

man arbeitete im Sommer im Tessin, Luzern oder oben in den Bergen,

die ja beides hatten, Sommer und Winter Saison.

Man kannte und schätzte sich.Es war wie eine große Gemeinde,

man traf immer wieder die gleichen Menschen.

Und immer wieder griff man auf die vertrauten Mitarbeiter zurück.

Meine beiden Männer waren damals sehr glücklich,

als sie nach sovielen Jahren,von der Familie nach Kreta eingeladen wurden.

Endlich, nach sovielen Streits und vielen bösen Worten,

endlich die Hand ausstrecken konnten

und sie auch von Janis Eltern angenommen wurden.

Ich hatte immer den Verdacht,

daß seine Brüder und Schwestern dahinter steckten,

denn sie sahen, was die zwei sich in den Jahren zusammen gearbeitet hatten

und das Janis sich immer mehr von dem Grundbesitz dazukaufte,

und der immer größer wurde.Denn die waren ja auch nicht blöd,

Janis hatte keine Kinder, also fällt da mal ein großer Batzen für sie ab,

aber nur, wenn man Frieden machte.Wir wußten das, aber es war in Ordnung.

Janis sagte einmal zu mir: weißt, ich kann es verstehen,

wir waren immer arm und mein Vater hat sich redlich abgemüht

die Familie zu ernähren.Und nun komme ich, kaufe große Grundstücke,

also muß ich Geld haben, daß ich viele Stunden am Tag arbeiten muß,

sehen sie nicht.Aber sie werden es sehen,

wenn sie alle bei mir arbeiten werden,

aber arm werden sie dann nicht mehr sein.

Aber eine große Familie, die dafür arbeiten muß, damit es so bleibt.

Ich persöhnlich hatte zu Janis Eltern

einen herz- und freundschaftlichen Kontakt.

Auch wenn sie nicht verstanden,

warum ich nicht als "gute Frau "verheiratet war,

sondern lieber soviel arbeitete.Aber das verstand mein Vater ja auch nicht.

Früher hielten sie mich immer für ein schlechtes Mädchen,

aber wie heißt es, es kommt immer öfters anders als man denkt.

Ich fühlte mich immer gut bei ihnen und wenn ich da war,

hielt ich mich auch an die Regeln, was mir nicht einmal schwer fiel.

Im Gegenteil. ich genoß es, so behütet zu werden,

wenn ich auch manch schönem Kreter

mit Adonisfigur eine Abfuhr erteilen mußte.

Wer weiß, wer weiß, was wohl geworden wäre,

wenn das Schicksal nicht wieder einmal unmißverständlich zugeschlagen hätte.

Es war halt schon noch so, wie vor 100 Jahren auch bei uns.

Ein kleines Dorf mit knapp 300 Einwohner, die Jugend kaum eine Zukunft,

bis der Tourismus kam.Aber auf dieser Seite der Insel,

kam er in langsamen Schritten.Ein gutes Mädchen ging nicht alleine fort,

immer nur in Begleitung von Bruder oder Cousin.

Heiraten wurden noch abgesprochen oder zumindestens zurechtgeredet,

wie ich immer sagte.

Aber gehen wir in unserer Geschichte mal 100- 200 Jahre zurück;

war das doch auch nicht anders.Geld kam zu Geld, Hof zu Hof.

Die vielen Heimat und Bergromane sprechen eine deutliche Sprache.Oder?

Ich mußte allerdings schon wieder lernen.

Die Computer hielten Einzug.Alles und jedes wurde miteinander verbunden,

waren aber die ersten Jahre voller kleinen und großen Kinderkrankheiten.

Jeder der das mitgemacht hat, egal in welchem Bereich,

weiß von was ich rede.Mich schüttelt es heute noch.

Doppelbuchungen, gar keine, bei den Bestellungen genauso,

gar nichts oder zuviel. Alles mußte doppelt gemacht werden,

einmal mit und einmal ohne dieser neumodischen platzraubenden Ungetüm.

Ja, die Entwicklung hat riesige Vortschritte gemacht.

Heute würde es mir bestimmt viel Spaß machen.

Der Sommer ging langsam zu Ende,

die Sommersaison ging bei mir bis zum 1.Okt.

Dann fuhr ich erstmal zu meinen beiden Männer nach Kreta.

Dort erzählten sie mir erstmal voller Stolz ihre neuen Pläne.

Sie wollten mich damit überraschen, was ihnen auch voll gelungen ist.

Janis hatte immer wieder zu seinem ererbten Land, weiteres dazugekauft,

so war ein ganz schöner Platz zusammen gekommen.

Flach bis zum Strand und hoch bis in die Hügel.

Mit Olivenbäume und Orangenplantage. Einfach nur traumhaft,

da konnte ich mir wirklich ein Hotel vorstellen,

das mit der Landschaft verschmelzen sollte.

Also keine Hochhäuser sondern Kleinere, verteilt über das ganze Gelände.

Die Pläne waren im groben fertig,

es würde einen wundervollen Platz zum Erholen geben.

Die beiden hatten all ihr Können da reingesteckt.

Es war für mich keine Frage, das ich da einsteigen würde.

Jeder würde seinen Teil zu tragen und zu bearbeiten haben.

Wir waren schon so oft ein Team gewesen, wir mußten nicht befürchten,

daß wir nicht zusammen arbeiten könnten.

Damals, ja damals war Kreta erst am Beginn eine Ferieninsel zu werden.

Da der Internationale Flughafen in Heraklion liegt,

wurden rundherum die Hotelburgen hochgezogen.

Dieser Inselteil war innerhalb kürzester Zeit so vollgestopft,

wie einige Jahre vorher die Costa Brava in Spanien.

Doch Kreta hatte viel mehr zu bieten.Am Strand liegen,

im Hintergrund die Hügel und Ida, der größte Berg Kretas.

Der noch lange eine weiße Spitze hatte, einfach gigantisch.

Für die Wanderer und Naturliebhaber,

ist dieser Küstenabschnitt einfach nur traumhaft.

Stundenlange Wanderungen, gerade im Frühjahr, wenn alles blüht,

oder im Herbst, wenn es nicht mehr so heiß ist,sind möglich. 

Radwandern ist ebenfalls möglich.

Die Küste ist ziemlich Felsig und der Strand oft steinig.

Um Sandstrände bieten zu können, wurden sie mühevoll aufgeschüttet.

Dies alles war der Grundstock für viel kleine Familienbetriebe.

Die großen Hotelburgen wollen direkt an den Strand

und nicht in die zweite Reihe.Doch für diese reichte der Raum nicht aus.

Und die Regierung schob diesem einen Riegel vor,

indem sie große Bauten verbot und vieles als Naturschutz auswies.

Ich hoffe nur, daß dies auch nach nun mehr als 25 Jahren auch noch so ist.

Unser Teil liegt aber in der Nähe der Hafenstadt Chania. 

Diese zwar einen Flughafen hatte, aber nur für Inlandflüge.

Also Chania- Athen usw. ob es heute noch so ist, weiß ich nicht.

ich hoffe es.Und weil dieser Teil Kretas viel klüftiger ist

was uns sehr entgegen kam, den wir wollten ja die Natur miteinbeziehen.

Janis hatte mit viel Wissen und Gefühl für die Landschaft 

seine Plätze gekauft. Wir hatten einen Sandstrand,

den die Familie selber aufgeschüttet hat, der auch halten würde,

dann ging es über zu dem Olivenhain, der sich langsam an den Hügel lehnte.

Eine Orangen und Melonenplantage,

die würde unsere Gäste mit frischem Obst versorgen.

Die Wege führten in langsam steigenden Windungen nach oben,

meistens im Schatten von Bäume.Wer gut zu Fuß ist, nicht zu heiß,

kann über 3 std. sich der Landschaft erfreuen ,

und wird zum Schluß belohnt mit einer Weitsicht,

über einen großen Teil der Küste links und rechts von Kreta.

In diese Landschaft wollte wir einzelne Häuser bauen,

kein großen Hotel, sondern einzelne Häuser,ins Land eingebettet,

mit einer zentralen Rezeption,

mit Restaurants mit Kretischer- und griechischer Musik.

Janis schwebte ein Dorf im Dorf vor.

Ja wir waren alle überzeugt, daß wir das schaffen würden.

Wir konnten viele der verantwortlichen Posten aus seiner Familie besetzen.

Die anderen, je nach ihrem können und wollen.

Wir konnten zB.die ganze Garten und Feldarbeiten,

auf eine Familie übergeben.

Die verteilten dann die einzelnen Aufgaben unter sich auf.

Da ja nicht alles auf einmal gebaut wurde,

sonder Abschnitt für Abschnitt, würde sich alles langsam einspielen,

bis zum Schluß alle ihren Posten hatten, würden sicher Jahre vergehen.

Das Schöne war halt, daß die ganze Famillie von Janis mitzog,

und wirklich bereit war, viel und gut zu arbeiten.

Wir hofften wirklich, daß das gut gehen würde.

Weil unsere Pläne und Vorstellungen der Regierung entgegenkam,

deshalb waren die Bewilligungen sehr schnell da.

Und es sollte zügig vorangehen, sodaß man im Frühjahr

vielleicht wenigstens ein Haus eröffnen konnte.

Die Brüder von Janis und die Familien würden das ganze überwachen,

in der Zeit , wo wir in der Wintersaison noch unser Geld verdienten.

Unsere Zuckunft sah so toll aus,

wir freuten uns riesig auf dieses Projekt

und malten uns die nächsten Jahre wunderschön aus.

Wir wußten, was auf uns zukam,

immer wieder träumten wir von unserem großen Traum.

Er sollte unser Lebenswerk werden.

Dort wollten wir arbeiten und leben, alt werden.

Zusammen sein, uns haben, weil wir uns liebten. 

Wir waren einfach nur noch glücklich.

Die Arbeit flog uns nur so von der Hand.

@mary rosina 06.06                           

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Montag, 05. Juni 2006
Ich muß fort
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 17:05

 

 

 

 

 

Eine Woche vor Ostern bekam ich der größte Schock. Durch Zufall bekam  ich ein Telefon Gespräch meiner Mutter mit .Sie hat mich in einem Heim angemeldet, ich soll dort die Hauswirtschaft Schule besuchen. 1 ganzes Jahr, nur 2x 1 Woche Ferien. 

 

 Ich wollte doch ins Welschland. Meine Mutter meint, mit dieser Grundausbildung, könne ich später immer noch darauf aufbauen. Das Jahr wird schnell vorüber gehen. Sie ließ nicht mit sich sprechen, Vater sagt, es werde schon das richtige sein ,Heute weiß ich, dass Mutter mir mit diesem Aufenthalt helfen will.. Sie kann die Trauer nicht mehr mit ansehen Sie weiß allerdings nicht wie sie mir helfen soll sie holt sich Rat beim Pfarrer.Im nachhinein muss ich ihm dankbar sein, aber als Kind will man, das ja nicht hören. Mutter  selber spricht ja auch nie über ihren Schmerz.

 Meiri wollte mir auch helfen, aber da er nicht nach Hause kommen konnte, konnte er nicht viel ausrichten. Wie sollte ich mich dagegen wehren, du bist ja nicht mehr da, sonst hast du mir immer den Rücken gestärkt, nun war ich alleine, traurig und leer .Mutter hat die Adresse von Meiri versteckt, sie hat wohl Angst, dass er mich holen will. Das wäre wohl so gewesen, wenn er gewusst hätte, wie schlecht es mir geht .Also muss ich gehen.

 

Ich bin wütend auf dich, du hilfst mir nicht mehr, du hast mich einfach im Stich gelassen. Wenn du noch da wärst, dann hätte Mutter sich das nicht erlaubt, ganz bestimmt nicht .Vater zog sich immer noch in den Wald zurück und sagte nichts . Er hat genug mit sich selber zu tun. Er verarbeitet den Schmerz und Trauer im Wald. Gesprochen hat er niemals darüber.

Wie ich das verarbeiten soll, hat nie jemanden gefragt. Ich war so alleine mit meiner Trauer und mit meiner Sehnsucht nach dir. Das ist auch noch nach Jahren so gewesen. Du warst nicht mehr da, doch ich vermisste dich genau so stark wie am Anfang als du gegangen bist.. Ich denke darüber nach, ob du vielleicht wiedergeboren wirst, dann ein glückliches Leben in einer neuen Familie führst, das wollte ich aber auch nicht haben. Du sollst bei mir sein und nicht in einer neuen Familie .Dann denke ich, du bist ein Schutzengel geworden. Dann bist du bei mir und kannst auf mich aufpassen. Du hast aber deinen Job nicht immer gut gemacht, sonst wäre ich nicht soviel in Fettnäpfchen getreten.

@ mary rosina 05.06

 

 

 

 

 

 

 

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Vaters Unfall
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 16:53

 

Vater`s Unfall und die Folgen

 

 

 

 

 

 

 

Dann kam der Unfall von Vater. In der Schreinerei, in der er arbeitete, lösste sich eine Strebung, die Bretter die da drauf gelagert waren, fielen herunter, Vater auf den Kopf .

Bei der Versorgung der Wunde war ein Fehler passiert ,wie man später auf Grund vieler Untersuchungen festgestellt hatte. Es war eine bleibende Behinderung daraus hervor gegangen .Er hatte immer wieder kommende Bläckouts,oft drei , vier Tage lang,, die ihm beim arbeiten mit den Maschinen, schwer hätten verletzen können. Er mußte die Arbeit in der Schreinerei aufgeben.

Er wurde aber mit Medikamente so gut eingestellt, allerdings erst nach längerer Zeit, dass die Anfälle unter Kontrolle gebracht werden konnten.Die Arbeitgeber waren aber nicht darauf eingegangen, das Risiko war ihnen zu gross. Dadurch wurde er immer Depremierter.

Ein Mensch wie mein Vater konnte man nicht einfach so ruhig stellen, er hatt seit Kindheitsbeinen an immer streng gearbeitet .Ich kann das heute leider selber nachempfinden, wie oft muss er verzweifelt gewesen sein. Da aber die Prognosen für ihn immer besser wurden nahm er sich vor, ich mache wieder das, was ich mein ganzes Leben gemacht habe, Bauern, wenn auch im kleinen Stiel.

Er holte die Steilhänge und die von den Bauern nicht geliebte Arbeit der Bäume ausmähen, wieder für sich ein, er baute einen grossen Hasenstall für über 100 Tiere. Futter hat er genug .Er bekommt es sogar von den Bauern das ausmähen bezahlt .Das grosse Strohfeld unten am Fluss, hat er auch wieder zurück geholt, es war verpachtet, aber er brauchte es nun wilder selber .Wie früher mit dem Grosstier, geht er heute mit den Hasen um .Die Tiere pflegte und hegte er. Er mästete sie nicht auf grosses Gewicht, sondern auf schönes saftiges Fleisch. Wie er das geschafft hat, keine Ahnung, aber er hat es geschafft. Er hat seine Kundschaft bald beieinander, die Mundpropaganda macht sein übriges.

 

 

 

  

Dann kam das ganz grosse Angebot, die Gemeinde suchte einen zuverlässigen Mann, der den Gemeindewald in Ordnung hielt. Das hieß Altholz verarbeiten, Jungwald ansetzen und pflegen. Er hat ganze Hänge frisch bepflanzt und gehegt, Er mäht die Pflänzchen aus, damit die Sonne und Luft bekommen .

Viele Jahre später bin ich mal mit meinem Sohn, durch den Wald spaziert, es ist ein wunderschöner Mischwald daraus geworden .Ich denke daran, wie glücklich er jedes Mal war, wenn er wieder einen Hang frisch bepflanzt hat. Hunderte „Bürdelis“, Buscheln hat er gemacht. So ist er wieder glücklich geworden. Er machte die Arbeit, die ihn glücklich machte, Bauern in Miniformat, und Pfleger von Wald und Holz. Das hat er gemacht, bis er vom Alter her nicht mehr die Kraft dazu hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 Und Mutter; sie geht noch einige Jahre in die Fabrik, bis sie pensioniert wurde .Allerdings hatte sie mit ihrem Garten auch ein Geschäft angefangen. Sie verkaufte alles, was der Garten hergab. Salat, Blumen und Gemüse, denn für zwei Personen, war der Garten viel zu gross.

So fanden beide ihren Weg, den sie miteinander gingen bis .

Vater 1986 starb.

Vieles haben sie miteinander getragen und trotzdem nie aufgegeben.

@ mary rosina 06.06

 

 

 

 

       

Taufe Von Michael Knobel                       Besuch seiner Schwester Maria

 

 

 

 

 

 

         

 Walter und Mutter  1966                                               Mutter 1966

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Donnerstag den 22. Mai 1986 hat Ehemann Meinrad Diethelm-Schättin Haslen, im 73 Lebensjahr seine letzte Ruhestätte auf unserm Friedhof, Lütisburg gefunden.

Mit dem Verstorbenen ist ein stiller und ruhiger Mitbürger, der in seinem Leben, mit Besitz, Reichtum oder besonderen Annehmlichkeiten nicht verwöhnt war, von uns gegangen.

Seine irdische Laufbahn begann am 22.März 1914 auf dem Bergbauerngut <Gfell>, Galgenen SZ. Seine Eltern, Martin und Rosina Diethelm-Ziegler, besaßen ein kleineres, streng zu bearbeitendes Heimwesen. Mit seinen 6 Geschwistern- wovon er das drittälteste war- verlebte er seine Jugendzeit. Leider allzu früh  verlor er seinen Vater. Um die Primarschule in Galgenen besuchen zu können, musste er täglich mit seinen Geschwistern, einen sehr langen Weg zurück legen. Schon während und besonders nach der Schulzeit musste Meinrad tüchtig mithelfen Zuhause, denn die Mutter hatte Mühe und Sorgen, die große Familie durchzubringen.

  Etwas älter geworden, nahm er als tüchtiger Knecht verschiedene Stellen in der Umgebung an. Überall seine Fleißigkeit, sein Einsatz und seine Selbstlosigkeit geschätzt. 9 volle Jahre war er in der gleichen Eigenschaft tätig bei einer Bauernfamilie in Wangen SZ.

 Er wechselte dann zur SBB um dort als Gramper zu arbeiten. 8 Jahre konnte er bleiben, dann musste er noch mal was anderes zum arbeiten suchen, denn diese strenge Arbeit, bei jeder Witterung, setzte seiner Gesundheit zu sehr zu.

 Viele Jahre war er dann in einer Schreinerei tätig, wo er eine leichter und ihm zusagende Arbeit fand. Reif an Jahren und an Lebenserfahrung, dachte er daran , eine Familie zu gründen.

 

 

 

 

 Am 6.Mai 1940 schloss er mit Maria Schättin aus Wangen SZ in der Pfarrkirche Altdorf den Bund des Lebens. Der harmonischen Ehe entsprossen 5 Kinder, wovon eines im frühen Kindesalter starb. Der Verstorbene war seinen Anvertrauten ein gütiger, liebevoller und treusorgender Vater.

Im Jahre 1958 verließ er die ;March, da er in der Haslen-Lütisburg ein Eigenheim erwerben konnte. Seinen bisherigen Beruf als Schreiner konnte er im nahegelegenen Bazenheid weiter ausüben.

 Durch einen schweren Arbeitsunfall wurde er sehr geschwächt und war seit dieser Zeit gesundheitlich angeschlagen. Er litt innerlich sehr, dass er nicht mehr tätig sein konnte und immer mehr verspürte, wie seine Kräfte langsam schwanden. Etwas Abwechslung und Zerstreuung fand er durch das arbeiten im Garten, wie auch seiner Kaninchenzucht, die er mit sehr viel Liebe aufzog.

 Zwei schwere Schicksalsschläge trafen in, als seine beiden Söhne Leo 1966 und Meinrad 1979 in den besten Jahren entrissen wurden. Als treuer Christ hat er seine Pflichten erfüllt; still und gottergeben hat er die oft harten und drückenden Lasten und Bürgen des Lebens ertragen. Er war dankbar für jeden Liebensdienst und jede Hilfeleistung.

 

 

 

Trotz mehreren Spitalaufenthalten in St.Gallen und Wattwil konnte ihm gesundheitlich nicht mehr geholfen werden, wo er dann wohlvorbereitet und gottergeben gestorben ist , am Freitag 16.Mai 1986, und seine Seele dem Hergott zurückgegeben hat.Der liebe Heimgegangene ruhe im Frieden des Herrn.

Dieser Nachruf wurde von unserem Pfarrer Josef Steiner in Lütisburg geschrieben für die Zeitung.

 

                                             

 

 

 

 

 

                                                               

 

 

 

 

 

 Mein Vater war ein sehr gläubiger Mensch

 

Der Grabstein zeigt;

seine Liebe zu den Bergen - zum Wald

und der Natur

und den steilen Lebensweg, den er hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das habe ich von meinem Vater gelernt

Man muß die Welt mit offenen Augen sehen,

nur so, kann man im Leben recht bestehen,

und es richtig verstehen.

Das habe ich von meinem Vater gelernt.

Als kleines Mädchen, ja da habe ich es schon im Herzen gespürt,

die Berge, die Sonne, die Wolken, die sind alle für mich.

Wer da hoch oben auf dem Berge steht,

wird es genauso spüren, da oben, da ist man frei..

Wenn ich einen Jodler höre, dann geht mein Herz weit auf.

Da wo das Herz zu Hause ist, das ist die Heimat,

da zieht es dich immer wieder hin,

drum pflege und hege diesen Platz

in deinem Herzen.

Die Menschen, die Berge, die alten Lieder,

die geben uns immer die Kraft,

die wir für den täglichen Lebenskampf

immer wieder brauchen.

Sei Gottesfürchtig, ehrlich und anständig,

sagte er immer wieder zu mir!

Das alles habe ich von meinem Vater gelernt.

@ mary tosina 06.06

 

  

  Vaters jüngste Schwester Maria und Ehemann Mathe

Als Erinnerung an Ihre Abstammung dem Berghof

Die Nacht ist von den Bergen gestiegen,

die Lichter im Tal löschen aus.

Wohl dem der eine Heimat hat,

der sagen kann ich geh nach Haus.

So manches Leid schläft unter Dächern,

die Nacht deckt es lindernd gut zu.

Am Himmel leuchten die Sterne

und unten im Tal schläfst auch du.

Die Glocken läuten vom Kirchturm,

ihr Klang wehet weit übers Land.

Die Sehnsucht stille Wege geht,

im Traum fühle ich deine Hand.

Ein milder Schein wecket den Morgen,

denn Freunde sind Sonne und Mond.

Sie lösen sich ab ohne streiten,

weil Streiten im Leben nicht lohnt.

Bergheimat du, du schenkst mir die Ruh.

Bergheimat du, in der find ich Ruh!

 

 

 

 

 

 

 St. Moritz

 

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Meine Sturm und Drang Jahre
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 16:22

 

Meine Sturm und Drang Zeit

 

Ich blieb zwei Jahre im Heim, machte meine Hauswirtschaftsschule und ging dann in den Kindergarten, machte ein Praktikum. Es half allerdings nichts, ich bekam den Platz nicht in Kindergarten Seminar. Da entschloss ich mich auf Privater Basis zu suchen. Ich fand recht schnell, eine Familie, mit drei kleinen Kinder. Ich war super glücklich bei ihnen. Im ersten Sommer fuhren sie nach Spanien, Ich blieb mit dem Baby alleine zu Hause. Machte aber mit meiner Mutter aus, dass ich dann auf Besuch kommen würde .Das muss man sich vorstellen, ein kleines Dorf, jeder kennt jeden. Das war wie ein Lauffeuer rum: Maria ist mit einem Baby aber ohne Mann nach Hause gekommen. Ja, ja, das war Ende der 60er Jahre halt noch so .Ich freute mich diebisch. Ich war sehr glücklich, hatte viel Spielraum mit den Kinder, Arpad, Jlona und mein Baby Marica. Für mich hätte das noch lange so  weiter gehen können. Aber die Familie hatte Pläne ,sie wollten bevor Arpad in die Schule kommen würde, noch eine längere Reise mit dem Wohnmobil machen.

 Das hiess für mich eine eigene Bleibe suchen ,ebenso eine Job. Ich hoffte auch immer noch, dass mein Bruder Meinrad vom Schiff runter kommen würde, er hatte aber noch einen Jahresvertrag. Später sagte er oft, wenn er gewusst hätte, was ich alles anstellen würde, wäre er nach Hause gekommen. Mein Freund und ich suchten schon länger eine kleinere günstige Wohnung, aber das konnte man glatt vergessen. Trotzdem mein Freund älter war und ein festes Einkommen hatte, war es immer das Gleiche, ohne Heirat keine Wohnung. Udo Jürgens sang damals den Song,  Dieses ehrenwerte Haus  , das war aber wirklich so. Das änderte sich erst so Mitte 70er Jahren.

 Ich war oft mit meinen Freunden unterwegs, wir hatten einen kleinen Moorsee, der wurde viel Wärmer als der Grosse. Unser Lieblings Platz,  wir gingen mit den Schlafsäcken Abends hin, und liessen uns von der Sonne wecken. Wir waren jung, so wie es wahr so war es gut. Da ich so schnell keine Bleibe gefunden hatte, kam es mir gerade recht, dass wir nach Südfrankreich fahren wollten. Wir redeten uns die Köpfe heiss, jeder wollte was anderes, war gar nicht so einfach, aber als wir abfuhren, waren wir uns einig. Sechs Leute fuhren mit ihren Vespas, so eine Art Roller, zweimal zu zweit und zwei fuhren solo. Mein Freund und ich fuhren mit dem Auto und hatten das ganze Gepäck, das Zelt usw. Wir hatten ausgemacht, in Etappen zu fahren. Zehn Tage waren eingeplant, es wurden dann einige mehr, weil es soviel zu sehen gab. Es war einfach nur toll. So unbeschwert ist man nur, wenn man jung ist. Wir hatten nicht viel Geld, brauchten allerdings auch wenig.  die Ansprüche sind auch nicht so gross ,wie wenn man Erwachsen ist. Wir hielten uns die ganze Reise Richtung Südfrankreich ,an die Bauerngüter, fuhren oft noch zu Freunden der Bauern, die uns dann auch noch angekündigt hatten Da haben wir für Speis und Trank gar kein Geld gebraucht. Dafür reichte es länger für eine Woche Campingplatz.

 

 

 

Campingplatz war sauber und voller jungen Leute, aus diversen Nationen. Direkt am Meer, nur durch eine Strasse getrennt. Wir Schweizer feierten den 1. August, unser National Feiertag, am Strand, im Sand, das hätte man einige Jahre später auch nicht mehr machen dürfen. Vier volle Wochen, diese Erinnerungen sind heute noch toll. Wir fuhren über die Pyrenäen, runter bis Barcelona. Eine Autobahn, gab es damals noch nicht. Also immer runter bis ans Meer, da lagen die Dörfer, dann wieder rauf auf die Berge. Heute rasen alle über die Autobahn, runter nach Barcelona und sehen die schönen Buchten mit ihren Fischerdörfchen gar nicht mehr. Denn das kostet viel Zeit, wenn man rauf und runter fahren muss, wer hat heute noch Zeit? Einmalige Zeiten, wie viele, die noch kommen sollten. Jede Zeit , ist einmalig und nicht wiederholbar. Jeder von uns hat das schon mal erlebt, eine ungeplante aus dem Stegreif heraus gefeierte Feier, ist nicht mehr wiederholbar, wenn man es versucht, ist es oft nur ein Hauch von der ersten.

Ich wurde einige Wochen später 18 Jahre alt .Auf die Frage, was ich mir wünschen würde, sagte ich immer eine Wohnung. Den Job hatte ich schon, ich wollte in einem Cafe am Buffet und im Service arbeiten. Es lag mir doch im Magen, dass die Wohnungsfrage noch immer nicht geklärt war, mehr als ich zugeben wollte. Es wurde auf einmal diskutiert, was man alles machen könnte, da sagte jemand, keine Ahnung mehr wer, heiratet doch, dann habt ihr das Problem nicht mehr. Plötzlich wurde über eine Hochzeit gesprochen, in unserm Jugendlichen Leichtsinn. Ich fühlte mich auf einmal wichtig und träumte. Wir kamen irgendwie nicht mehr aus der Nummer raus, ich wollte es auch nicht mehr, es war doch so toll und schön, die Hochzeit zu Planen. Das ganze verselbständigte sich, und wenn ich ehrlich bin, ich wollte auch gar nicht aufhören zu träumen, wie es sein wird und was wir alles machen können. Der Zufall  hat auch noch seine Finger im Spiel, denn wir bekamen schnell eine Altbau Wohnung. Wenige Wochen nach dem schönen Urlaub, heirateten wir, wie es sich gehörte mit weissem Kleid und Familie. Alles war in Ordnung, ich war übermütig wie ein kleines Kind. Dass die Schwiegerleute nicht begeistert waren, war mir mehr als egal. Er war mit seinen 23 Jahren, selbständig genug um seine Entscheidung zu treffen. Ich weis nicht, wie oft er das ganze verflucht hat, ich glaube auch nicht mehr als ich .Ich schwebte wie auf Wolken, vergass ganz, dass das Leben nicht nur Honig schlecken ist. Ich arbeite in dem Cafe zuerst an der Buffet, dann als Serviertochter. Jeden Tag das Gleiche, ich war überhaupt nicht mehr glücklich. Fort war das Unbekümmert sein ,das Unbeschwerte. Die Wohnung, um die es einmal ging, sah ich nur noch wenige Stunden und mein Mann genau so wenig, das Ganze hatte sowieso keine Basis, so war die Trennung ein ganzes halbes Jahr nach der Hochzeit, für niemanden, die uns kannten, eine Überraschung. Wir weinten uns keine Tränen nach. Einen warmen Händedruck, eine Umarmung und jeder ging seine Wege. Die Scheidung hatten wir erst fünf Jahre später, sie war vorher einfach nicht wichtig gewesen.

 Genau zu diesem Zeitpunkt der Trennung, trat mein Bruder Meinrad wieder auf festen Boden und wollte einige Zeit an Land bleiben. Er machte sich Vorwürfe, weil er nicht da gewesen war , um das Ganze zu verhindern. Dieser Meinung war ich nicht. Es war eine gute Zeit gewesen, jung halt, verrückt, einfach jung und schön. Als er sah in welchem Dilemma ich mich befand, nahm er mich unter seinen Arm und weg war ich. Ich freute mich riesig, wenn ich gewusst hätte, dass er mich so schlauchen würde, hätte ich mich nicht wohl nicht so gefreut.

@ mary rosina 06.06

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sonntag, 26. März 2006
Warum gerade du?
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 00:22

Alle denken ich sei noch ein Kind, aber ich bin keins mehr. Ich bin ein Mädchen, daß erwachsen wird. Du sagst doch immer, daß ich schon groß und erwachsen bin. Aber sag das mal Mutter, sie behandelt mich immer noch wie ein Kleinkind. Sie traut mir ja gar nichts zu. Wenn sie wüßte wie sehr wir uns lieben, würde sie es verhindern, ganz bestimmt. Ich habe manchesmal das Gefühl, als wäre ich ihr im Weg. Sie zeigt mir nie, daß sie mich lieb hat! Warum nicht? Du sagst, sie hätte ein schweres Leben gehabt und selber nie Liebe bekommen. Ja, das ist wohl war. Sie mußte ja auch immer viel arbeiten und wurde schlecht behandelt von ihrem Vater. Sie hat so richtige Elternliebe nie kennen gelernt. ich will das später besser machen, ganz bestimmt.

Du darfst mich nicht verlassen, einfach so! Wer soll mich dann lieb haben, wen darf ich lieb haben? Es schnürt mir den Atem ab, wenn ich daran denke, was soll ich blos machen ohne dich? Ich hab dich doch so lieb, du bist mein Beschützer, mein Freund, der mir hilft, der mich in die Arme nimmt, wenn ich mal traurig bin!

Ein Telephonanruf der alles auf den Kopf stellt. Nichts ist mehr, wie es mal war! Nie mehr geht die Tür auf und du kommst mit deinem eigenen Lachen herein. Nie mehr gehe ich dir entgegen, wenn du vom Zug kommst! Nie mehr renne ich dir entgegen, aufgefangen von deinen starken Armen.Wie soll ich das alles nur überstehen?

Gestern war noch alles in Ordnung, da wolltest du nach Hause kommen, und da bleiben. Du willst da arbeiten und nicht mehr fort gehen. Von einem Augenblick zum andern, ist alles anders. Nichts wird mehr daraus, nichts aus deinen Träumen, deinen Wünschen und Pläne für dein Leben!

Der Telephonanruf, einen Unfall, kommt ins Krankenhaus! Wo? In Grabs, im Rheintal, da wo er gearbeitet hat. Runtergefallen von einem Träger, angefangen zu schwingen, Seil durchgetrennt, schwer verletzt, sofort kommen!

Leichter gesagt wie getan. Mutter hat Glück, erreicht Walter in seiner Firma. Er kommt und wir fahren sofort los. Es dauert über 1 Stunde bis wir endlich da sind.

Ich habe Angst, wir betreten das Krankenhaus. Sie erwarten uns, das ist kein gutes Zeichen, denke ich für mich. Mir wird heiß und kalt. Ich höre von weitem, keine Chance mehr gehabt.Es kommt gar nicht richtig bei mir an. Ich sehe nur dich, alles ist weiß. Das Zimmer, das Bett, nur deine schwarzen Locken sind zu sehen. Sie nehmen das Tuch von deinem Gesicht. ich bin froh, du schläfst nur. Ich will dich umarmen, will dir sagen, daß alles gut wird, dir nahe sein, aber ich darf nicht, sie bringen mich aus dem Zimmer.Sie sagen, sie ist halt doch noch ein Kind, sie darf keinen Schock bekommen. Den habe ich schon gehabt. Was glauben sie denn, wie ich reagieren soll? Schreien, weinen? Ich bekomme kein Wort heraus, kann auch nicht weinen. Ja zwischen Wissen und Verstehen ist ein Graben. Ich will gar nichts mehr hören. Ich will daß du die Augen aufmachst und aufstehst, mich in die Arme nimmst und mit mir nach Hause kommst.Ich sitze hier in diesem Krankenhausflur, der so nach Desinfektionsmittel richt, dieser Duft werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen. Ich warte einfach bis sie kommen, die Formalitäten erledigt sind.

Ich will alleine sein, aber sie wollen an den Rhein fahren, wo es passiert ist. Was das bringen soll, kann mir keiner sagen. Der Kranführer hat einen Schock und ist auch im Krankenhaus.Sie sagen er wäre Schuld, sagen sie. Ob es stimmt, werde ich wohl nie erfahren, ich will es auch nicht wissen, was bringt es mir?

Wir fahren in den Gasthof wo du ein Zimmer mit deinem Kumpel gehabt hast. Deine persöhnlichen Sachen sind da, du hattest sie ja schon hergerichtet, wolltest doch gestern nach Hause kommen! Warum zum Teufel bist du nicht nach Hause gekommen, dann wäre das nicht passiert.

Wir fahren nach Hause,  es ist leise im Auto, alle hängen den Gedanken nach, glaube ich mal.bei denen weiß man das ja nie, sie können doch gar keine Gefühle zeigen.Sie überlegen, was alles gemacht werden muß, was zuerst, es ist Donnerstag 2. Juni. 1966.

Sie gehen als erstes zum Pfarrer, wann soll die Beerdigung sein? So schnell wie möglich, es ist sehr heiß und eine Leichenhalle gibt es noch nicht.Im Krankenhaus haben sie gesagt, daß sie dich am Samstag nach Hause bringen werden. Die Beerdigugn wird auf Montag festgesetzt. Der Pfarrer sieht mich an und fragt mich, wie es mir gehen würde. Er ist der einzige, der weiß, wie lieb wir uns haben, er drückt mich kurz und sagt, daß ich zu ihm kommen kann, wenn ich jemand brauche.

Wir gehen nach Hause, ich gehe in den Garten sitz auf den Baum, denke an dich, an alles was wir doch noch machen wollen. Ich kann nicht weinen, ich habe einen schweren Druck auf der Brust, als würde eine Tonne drauf liegen.

Auf einmal ist das Haus voller Menschen, alle reden durcheinander, da achtet keiner auf mich. Ich sehe nach dem Däddy, er sieht schlecht aus, ich frage ihn ob er Schmerzen hat, er drückt mich und hat Tränen in den Augen. Er sagt zu mir ich soll doch raus gehen, also folge ich ihm.

Ich laufe den Weg runter, laufe den Abhang hinunter, laufe bis ich vor Schmerzen nicht mehr kann und keine Luft mehr bekomme.Ich schmeisse mich ins Gras und endlich, endlich kann ich weinen. Ich weine, ich schreie bis ich nicht mehr kann. Langsam gehe ich den Berg wieder hinauf ins Haus.Da sind immer noch soviele Menschen, da will ich nicht rein, also gehe ich ins Zimmer und lege mich aufs Bett. Ich habe Kopfschmerzen. Ich muß dann vor lauter Müdigkeit und innerer Leere eingeschlafen sein.

Sie haben mich schlafen gelassen,ich erwache weil ein Auto hupt. Ich schaue raus und sehe den Leichenwagen. Es ist  doch noch nicht Samstag, sie wollten doch erst am Samstag kommen. Sie haben das Nebenzimmer ausgeräumt, eine Bank schwarz überzogen, da stellen sie den Sarg drauf.

Mutter hat alles hergerichet. Kerzen, Kreuz, Blumen, halt alles was dazu gehört.

Alle sind beschäftigt. Walter fährt dauernd weg und kommt wieder. Mal hat er Vater dabei, mal die Mutter.

Auf mich schaut keiner.Ich sitze stundenlang neben dir, schau in dein Gesicht, in deine stahlblauen Augen, du siehst mich an, als wolltest du sagen, mach dir keine Sorgen, nicht traurig sein, ich bin ja da, ist nichts passiert. Hunderte Male hast du mir das gesagt, wenn ich hingefallen bin oder sonst mal geweint habe. Aber du sagst nichts, schaust mich nur an.

Abends gehen wir in den Rosenkranz, ein Vorteil, man muß nicht laufen, weil Walter mit dem Auto da ist.Das halbe Dorf ist da, die Menschen kommen auf uns zu und kondolieren.Ich habe mich in mein Schneckenhaus zurück gezogen, lasse nichts an mich ran. Sehe Schulkameraden die mich ansehen, als wäre ich eine weiße Kuh. Ich kriege alles mit, aber es ist wieder alles so weit weg.Ich will es auch gar nicht wissen, mein Herz tut so weh, meine Augen brennen, aber weinen kann ich nicht.

Ich habe Mutter beobachtet. wenn niemand in der Nähe ist, spricht sie ganz normal. Kommt jemand fängt sie auf Knopfdruck zu weinen an.Um Vater mache ich mir große Sorgen, den nach dem Unfall ging es ihm ja gar nicht gut und wir hatten oft Angst um ihn. Und nun muß er ausgerechnet Leo hergeben.Ich hoffe er übersteht das einigermassen.

So wie nun am Freitag ist es auch Samstag und Sonntag. Es ist unwahrscheinlich heiß, aber ich merke eigentlich nicht viel davon. denn ich bin entweder unter dem Baum im Garten oder laufe stundenlang den Berg hinunter und hinauf. Sitze Stundenlang neben dir.Ich bin so wütend auf dich, du kannst doch nicht einfach so verschwinden.

Montagmorgen schon um 7:00 Uhr, kommen die ersten Verwandten. Endlich ist meine Großmutter vom Berghof gekommen Sie weiß wie schlecht es mir geht, gehen muß! Sie nimmt mich in die Arme und das erstemal habe ich das Gefühl geborgen und nicht alleine zu sein.Sie versteht mich, sie weiß genau, wie lieb wir uns haben.

Sie ist nicht mehr gut zu Fuß, also fährt ein Onkel sie zur Kirche. Der Leichenwagen kommt, man hat dich draußen aufgebahrt und der Platz ist voller Menschen, es kommen immer mehr, sie stehen bis weit bis in die Wiese. Sie laden dich in den Leichenwagen, die Pferde sind unruhig, als würden sie spüren, daß ich nicht einverstanden bin damit, daß man dich mir wegnimmt. In Wirklichkeit kämpfen sie gegen die vielen Bremsen. Es ist schon früh am Morgen sehr heiß, es riecht extrem und die Blumen und Kränze die nun rund und auf dem Leichenwagen liegen verstärken diesen süßen Duft noch.Es sind soviele, daß man den Sarg gar nicht mehr sehen kann.

Vor dem Wagen laufen seine Vereinskameraden vom Militärschützenverein und der Jungmannschaft mit ihren Fahnen. Hinter dem Wagen der Pfarrer und dann gleich wir als Familie.Hinter uns die Verwandten und Nachbarn und Freunde, zuerst alle Männer, dann die Frauen.Es ist ein Ellenlanger Zug, der da Richtung Dorf läuft.Es sind immerhin 2 km bis zur Kirche.

Ich will nicht hinterher laufen, die laufen viel zu schnell. Ich will nicht das es so schnell geht, ich will daß der Weg nie aufhört! Ich habe so unendliche Angst vor dem endgültigen Abschied. Ich will nicht, daß sie dich in das dunkle Loch lassen! Deine Kameraden nehmen Abschied mit dem Fahnengruß. Ich klammere mich an Großi fest, obwohl sie kaum stehen konnte. Tante hielt sie auf der anderen Seite. Vom Rest bekam ich nicht mehr viel mit. Von der Kirche auch nicht, denn ich mußte dauernd daran denken, daß sie draußen das Grab zuschaufeln. Die Erde auf deinen Sarg fällt und dich langsam zudecken. ich sehe deinen blauen Augen vor mir wie du den Deckel anschaust. Ich will nicht, daß sie dich einfach eingraben. Es ist ein riesiger Berg Blumen zu sehen. Jetzt endlich kann ich weinen. Es schüttelt mich, ich schreie, ich kann nicht mehr aufhören.

Sie ziehen mich aus dem Friedhof, wer? weiß ich nicht mehr!Ich kann nichts sehen vor lauter weinen. Ich höre so Sätze wie; armes Kind, eine Tragödie, ein so junger Mensch, ein Guter Kamerad und Freund. Ich halte mir die Ohren zu, will nichts mehr hören.

Ich will nur noch nach Hause, aber das geht natürlich nicht. Aber ich bin wieder alleine. Alles redet durcheinander, ich sitze dazwischen, aber es achtet keiner auf mich.

Ich gehe raus, laufe zum Friedhof. Da sitze ich nun und rede mit dir. Ich will dich wieder haben, ich will, daß du mich in deine starken Arme nimmst und mich tröstest,mich nicht mehr los läßt, so wie du das immer gemacht hast.

Wie soll ich bloß weiterleben ohne dich? Meiri ist auch nicht da, er weiß doch noch gar nichts, er ist doch auf See. Ich will, daß er kommt, ich will ihn bei mir haben, jemanden der mich versteht

.Mein Wunsch erfüllt sich nicht. Er bleibt lange weg. Ich weiß ja nicht, daß er von Vater raus geschmissen wurde weil er schwul war, was für eine Schande in den sechzger Jahren,und gar nicht mehr nach Hause kommt. Am Telelphon sagt er mir immer ich soll fleißig lernen, daß ich was rechtes lernen kann. Ich sage ihm, daß ich Kindergärtnerin werden will. Das ich als Praktikum in einem Kinderheim im Welschland mache könnte, aber Mutter dagegen wäre.Aber ein Jahr sollte ich ja noch zur Schule gehen, dann wird man weiter sehen.

Zu Hause wird nie über die Trauer gesprochen, es ist fast so, als hätte das ganze nie stattgefunden. Nur das Grab und Mutters schwarze Kleidung waren die äußeren Zeichen davon.Keiner spricht über den Schmerz. Vater geht in den Wald Holz machen, reagiert sich wohl dort ab. Mutter geht in die Fabrik und vergräbt sich im Garten. Sie arbeitet genau soviel, bis sie vor lauter Müdigkeit ins Bett fiel und nicht mehr zum Nachdenken kam.Ich glaube es wenigstens, wie gesagt über die Trauer und den Schmerz wurde nicht geredet und miteinander schon gar nicht.

Wo bleibe ich mit meiner Trauer, meinen vielen Tränen? Ich bleibe alleine damit.Wie oft sitze ich vor deinem Grab und rede mit dir, schimpfe mit dir, weil du mich alleine gelassen hast.Oft kommt der Pfarrer zu mir und spricht mit mir über dich. Mit ihm kann ich wenigstens reden,über dich reden! So alleine wie in dieser Zeit war ich vorher nie gewesen. Auch wenn du fort warst, du hast mit mir telephoniert und ich wußte genau, wann du wieder nach Hause kommst. Ich lerne nur schwer ohne dich zu leben.

Mein Leben ist ganz schön düster und still geworden, lachen darf  ich nicht, dunkle Kleider muß ich anziehen, Radio darf ich nicht hören, nur zur Nachrichtenzeit wird er angemacht. Das gehört sich alles nicht.

Unser Bruder Walter ist auch nicht mehr viel zu Hause, grad mal Sonntags, wenn er den Fahnen von der Jungmannschaft tragen muß. Er fährt aber meistens nach dem Essen wieder los. Der hats gut, er kann gehen. Ich muß hier ausharren.

Werde ich jemals wieder so glücklich sein, wie ich mit dir war?

*******************************************

Antworten;

Ja, ich bin glücklich geworden, auch wenn ich noch einige schwere Schläge bekam.

Ich habe diesen Brief als junges Mädchen geschrieben. Es ist halt kein so reines Deutsch, weil ich doch im Dialekt redete.Ich habe ihn aber extra so gelassen, weil mit meinen empfindungen von heute,die sind halt mal anders, wäre er nicht mehr mit dem Mädchen von damals nicht mehr idäntisch.Das Leben geht weiter.

Der Schmerz geht, die Narben bleiben..

Im Juni 1966

@ mary rosina 03.06

    

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Dienstag, 14. März 2006
Galgenen
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 23:53

Mein Vater lernte meine Mutter kennen,

als sie in der Johannisburg, Altendorf arbeitete.

Er war in Siebnen bei einem Bauern schon einige Jahre als Knecht tätig.

Immer öfters nahm er den Fußweg von Siebnen nach Altendorf auf sich,

um Mutter zu sehen

Auch wenn es noch 7 Tage in der Woche zu arbeiten galt

und es keine 5 Tage Woche gab. Sie beschlossen zusammen zu bleiben

und somit heirateten sie am 8.Mai 1940 in der

Kirche zu Altdorf Uri, weil mein Vater dort einen der Priester kannte,

der in Galgenen früher

einmal Pfarrer gewesen war.

Die Dörfer Galgenen - Siebnen - Wangen -

Lachen und Altendorf waren Dörfer in denen jeder

jeden kannte.Und auch die Verwandschaft ist nicht gerade klein

und verteilt auf diese Dörfer. 

Die March war ein eigenes Volk und hielten auch zusammen.

Auch waren die Menschen hier und dort miteinander Verwandt,

was natürlich den Zusammenhalt noch mehr förderte.

So kam es, daß mein Vatert lieber in die Galgener Kirche ging,

weil er sich bei seinem Priester

mehr vertrauen hatte und sich wohler fühlte.

Ich weiß noch gut, wie er mir erzählte,

was dieser Priester alles auf sich genommen hat um

seine Schäfchen in den Bergen zu besuchen und zu begleiten.

Deshalb war für ihn ganz klar, daß er bei diesem Priester heiraten würde. .

Das ist es genau, was ich am Anfang meiner Seiten meinte,

zu jedem dieser Dörfer habe ich

eine Verbindung. In jeder dieser Kirchen habe ich mich bei einer Hochzeit

oder Taufe gefreut, oder bei einer Beerdigung geweint.

In jedem Dorf habe ich Familien die mit mir verwandt sind

und ich mich manchmal frage, wie es ihnen wohl ergehen möge?

Ich bete zu Gott,

daß sie alle ein gutes Leben haben und von Krankheit und Unglück verschont werden.

Bilder von Galgenen;  Galgenendorf    -    St. Martinskirche Galgenen    -   Galgenen Siedlungen Achern und Büchli

        

Die Kirche von Galgenen neu renoviert

 

Siedlungsentwicklung in Galgenen und Siebnen

Bis vor einigen Jahren Jahrzehnten bestand der Dorfteil Galgenen aus zahlreichen,

weit zerstreuten Gehöften, die von der fruchtbaren Ebene

bis weit hinauf in den Galgener Berg reichten.

Landschaft und Bewirtschaffung waren in hohem Masse von den Bachläufen

geprägt, die mit Hochwasser und Schutt die Siedlungstätigkeit einschränkten.

Die schnurgerade Landstrasse, heute Kantonsstrasse genannt, 

wurde 1840 gebaut und löste keine große Bautätigkeit aus.

Links und rechts befanden sich kleinere und größere Heimwesen mit den saftigen,

mit Obstbäumen zahlreich bepflanzten Matten und Wiesen.

Heute noch besteht eine große Anzahl von Berghofwesen,

die den Vorder- und Hinterberg bis auf die Höhe von 1100 Meter besiedeln.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatten sich die Fabriken in Siebnen

etabliert. 1834 wurde in Siebnen durch Caspar Honegger (1804-1881)

eine Weberei in Betrieb genommen.

 Mit der Inbetriebnahme der Bahnlinie Zürich - Ziegelbrücke

im Jahre 1875 ergaben sich für die wirtschaftliche Weiterentwicklung

neue Perspektiven.

Das Dorf Siebenn entwickelte sich zusehends.Weitere Fabriken wurden gebaut,

so die Spinnerei Hürlimann (Heute Gewerbehaus) an der Wägitalerstraße.

Im Jahre 1896 die Möbelfabrik Rüttimann,

die in der Hochblüte um die 300 Angestellte zählte.

In Galgenen wurde 1863 die mechanische Weberei

am Spreitenbach/Zeughausstraße in  Betrieb genommen.

Galgenen verkörpert seiner Lage nach noch heute das charakteristische

Bild einer Landgemeinde.

Der Bevölkerungszuwachs betrug vom Jahre 1900 bis zum Jahre 1950

1889 Personen, verglichen mit dem Bevökerungswachstum in den letzen Jahren auf

4000 Personen. Die Lebens- und Wohnqualität darf mit der ruhigen Lage

abseits der Autobahn

 und dem nahen Erholungsraum als ausgezeichnet taxiert werden.

Durch verschiedene

aufstrebende Gewerbe- und Handelsbetriebe kann auch eine

schöne Anzahl von Arbeitsplätzen angeboten werden.

 Das Ziel der Behörden ist und bleibt, Galgenen eine

vernünftige Entwicklung angedeihen zu lassen unter Berücksichtigung

der guten Wohnqualität und unter Beibehaltung

des Ländlichen Charakters der Gemeinde.

@ mary rosina 03.06

 

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Wangen sz
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:05

Wangen sz

Wangen ist die Heimatgemeinde meiner Mutter; Maria Schättin.

Unsere Familie hat bis 1958 in dieser Gemeinde gewohnt.

Meine Brüder gingen hier auch zur Schule.

Der Golfplatz von Wangen

Wangen mit Sicht zum Buchberg

Dorf Wangen  Hauptkreuzung Mitte Dorf

Einen Rundgang durch die Wangener Geschichte     

Attraktive Lage und gute Verkehrsbedingungen ziehen nicht nur heute,

sondern auch vor rund 300 Jahren Siedler in das Gebiet rund um den Buechberg.

Der sich immer weiter zurückziehende See bietet Nahrung im Überfluss.

Das von ihm freigegebene Land ist durch die Ablagerung

von mineralhaltigen Senkstoffen

fruchtbar und leicht zu bearbeiten. Der Buchenwald an der Moräne,

die der Linthgletscher in der letzten Eiszeit zurückgelassen hat,

bietet nicht nur Beute für die Jäger,

sondern auch gutes Holz für einfache Behausungen

und Feuer.Die Römer, sonst geschichtlicher Faktor Nummer eins,

haben im Gebiet Wangen

keine bedeutenden Spuren hinterlassen.

Im Nuoler "Ryffen" wurden zwar schwefelhaltige

Quellen in einem Thermalbad gefasst,

 doch mit dem Anbruch der Völkerwanderung um 450 n.Chr.

hat die ehemalige Weltmacht auch die Gebiete in der "March" den einwandernden

Alemannen und Kelten überlassen müssen. 600 n.Chr. macht die Landschaft

Bekanntschaft mit den irischen Missionaren Kolumban und Gallus,

die in der etwas radikalen

Art ihrer Landsleute das Evangelium zu predigen versuchen.

Sie stossen daei Auf Ablehnung und Feindschaft

und bald darauf sind die beiden Iren wieder auf dem Weg.

Kolumban nach Süden,

wo er das bekannte Kloster im italienischen Bobbio begründet.

Gallus setzt über den See und wird Stiftsherr

der weltbekannten St.Galler Abtei.

Zumindest die Nachfahren der Mönche werden 844 für den Verlust entschädigt.

Der Besitzer Wangens, Wolfhart, gibt sein Gut dem Kloster Bobbio zum Erbleben,

erbittet sich als Gegenleistung Reliquien des 614 verstorbenen,

 mittlerweile heilig Kolumban und erbaut eine Basilika.

 Kolumban ist heute noch Schutzheiliger der Wangner Kirche.

 872 wechselte das Gut den Besitz, bleibt aber in Benediktinerhand.

Die Wangner sind jetzt Untertanen des Klosters St.Gallen.

1178 eignet Papst Alexander III.

die Kirche Nuolen mit allem Hofland dem Nonnenkloster Schänis zu.

Als dieses verarmt,

verkauft das Stift die Besitzungen an einen privaten Besitzer,

der sie mit Gewinn an das "Spital vom heiligen Geist" in Rapperswil weiterverkauft.

Nach dem Tode des Grafen Friedrich VII. von Toggenburg,

der weltlicher Schutzherr der Gebiete um den Buechberg war,

weideten sich Auseinandersetzungen zwischen den

Ständen Schwyz und Zürich zu einem blutigen Bruderkrieg aus;

schließlich wird das Gebiet 1437 den Schwyzern zugesprochen.

 Schon 1658 haben die Wangner von der Fremdherrschaft genug.

Gegen die Summe von 221 Kronen und 20 Schilling kaufen sie sich

von den Schwyzern los und erhalten einen Freibrief "Auf ewige Ziten".

1716 gibt Schwyz den Wangnern die damalige Kaufsumme zurück

und übernimmt wieder das Verfügungsrecht über Kirche,

 Kirchherrn und Besitzungen von Wangen.1831-1833 lösen

sich die Außerschwyzer und mit ihnen auch die Wangner

ein letztes Mal von der nicht  unbedingt geliebten Schwyzer Herrschaft ab.

Um 1840 hält das industrielle Zeitalter Einzug in den Dörfern am Buechberg.

 Mit der Bändigung des Nuolerbaches in einem Kanal

kann die Firma Billeter in Nuolen eine Spinnerei betreiben,

der Caspar Honegger 1852 einem Bau in Siebnen folgt

und schließlich auch die Nuoler Betriebe übernimmt.

Im Jahre 1900 kommt noch die Seidenweberei Bachmann in Wangen hinzu.

1810 bis 1846 wird Wangen

durch den Bau der neuen Kantonsstrasse erstmals zerschnitten.

1875 wird bei strömendem Regen die Bahnlinie Zürich - Ziegelbrücke eröffnet.

Ein weiterer gravierender Einschnitt in unsere schönen Auenlandschaft

erfolgt im letzten Jahrhundert durch die A3,

die Autobahn von Zürich nach Chur.

Die ländliche Gegend am Buechberg hat sich jedoch gut erhalten

und hat seine schönen Agglomeration bewahrt.

@ mary rosina 03.06

 

 

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Lütisburg im Toggenburg t.1
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 19:08

 Ein alter Stich zu Zeiten der Grafen Diethelm von Toggenburg

Die Holzbrücke nach ihrer Renovation,

im Hintergrund die neue Betonbrücke

.

Die kath. Kirche Lütisburg die an der steilen Dorfstrasse steht.

Eine Flugaufnahme in den 80er Jahren

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Bilder Leo Diethelm
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 12:55

 

 Leo am Schützenfest

Leo 1966 das letzte Foto von ihm

An einem Turnfest in Lütisburg

Das Bild ostern 1966 als Leo mich das letzte Mal sah.

                                                         

 

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Altendorf sz
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 00:11

Altendorf

Altendorf ist die Heimatgemeinde von unserem Geschlecht Diethelm.

Es gibt aber auch in den anderen Märchler Gemeinden viele diesen Namens.

Wo der genaue Ursprung ist, weiß ich leider nicht.

Da müßte ich Nachforschungen anstellen. "lächl" in einigen Jahren vielleicht.

Die Geschichte von Altendorf beginnt erstmals Urkundliche Erwähnung

als "Rahprehteswilare" am 14. Aug. 972 in einer Urkunde Kaiser Ottos ll.

In welcher dem Kloster Einsiedeln Güter bestätigt wurden.

Der Name bedeutet Weiler oder Dorf des Raprecht

und dürfte auf ein Geschlecht des 7-8 Jahrhundert zurückgehen.

Nach der Gründung der heutigen Stadt Rapperswil anfangs des 13.Jahrhunderts

wurde der Ort mit der Kirche des hl.Michael "Vetus villa Rapperswile" genannt.

Mitte des 15.Jahrhunderts erstmals mit deutschem Namen

"Zu dem alten Dorfe" woraus die Bezeichnung Altendorf entstand.

 

 "Steinegg" das Elternhaus von meinem Großvater

  Martin Diethelm

 Das Dorfzentrum Altendorf

 

 

Flugaufnahme Altendorf 1970

 

Kath. Kirche Altendorf

Der Hof und Gasthaus "Steinegg" wurden von seinen Geschwistern und deren Familien weitergeführt.

Es waren 5 Söhne und ein Mädchen die zur "Familie Diethelm" Steinegg Altendorf gehörten.

Sie hießen soviel ich weiß; Josef - Martin - Bernhard - Anton und Krezenzia.

Deren Familien sind in der ganzen March verteilt, soviel ich noch weiß.

                              

Gausthof Steinegg  und  Johannisburg Altendorf heute.         

Meine Mutter arbeitete in den 30er Jahren in der Johannisburg.

Dort lernte mein Vater sie kennen. Oft ist er mit dem Velo oder auch zu Fuß von Siebnen,

wo er bei der Familie Düggelin viele Jahre als Knecht arbeitete,

nach Altendorf gegangen.Sie beschlossen zu heiraten.

 In Altdorf Uri heirateten sie am 8.Mai 1940.

Ich habe einige schöne alte Geschichten gefunden,

die ich später hier einflechten möchte.

Also immer wieder reinschauen!

@ mary rosina 01.06

   

Flugbilder Altendorf aus heutiger Sicht

  

 

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Montag, 13. März 2006
Schättin Familie
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 23:53

 

Tante Martha und mein Götti Josef Knobel

Hintere Reihe; mein Cousin Armin Huber und seiner Frau

Meine Taufgotte Benedikta Fäh

Rapperswil - Jona

Taufbild von Renate Schättin

Paten: mein Däddy und Tante Martha

Renate und Karin Schättin auf Besuch

in der Haslen beim Götti

Hochzeit von Renate und Bruno Böni-Schättin

Mit Gotte Martha und Götti Meinrad

 

 

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Die Familie meiner Mutter Maria
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 17:10

 

Die Familie meiner Mutter lebte in Wangen sz. Gleichzeitig war dieses Dorf auch die

Heimatgemeinde der Schättin Familien.Viel weiß ich über die Vorfahren nicht.

Bilder; Kaspar Schättin mit seiner Familie;Kurt-Erich-Georg-Martha-Elisabeth. 

Martha mit ihrem Mann Josef- ihr Bruder Erich und ihr Sohn Gunther. 

Georg mit seiner Frau Erika und den Kinder; Brigitte, Karin, Renate, Baby Ursula. 

Familie Kaspar Schättin

Tante Martha mit meinem Götti, ihrem Bruder Erich und Sohn Gunter

Georg mit seiner Familie

Einige der Geschwister von meinem Großvater Thomas Schättin,

deren Familien leben immer

noch in Wangen oder deren nächsten Umgebung. 

 Das waren die Karolina - Theres - Kaspar und Xaver.

 An einige der Familien mag ich mich auch noch gut erinnern.

Schättin Xaver war der Patenonkel von meiner Mutter.

*

 

 

 

 

Die Familie meiner Mutter Thomas und Anna Schättin Wangen

Der Hausnahme meiner Großeltern war; Fuhrmannschättinthomas. 

 Man erzählte sich aber auch, daß das Pferd oft den Heimweg alleine finden mußte,

weil er die Wirtschaften auch belieferte und oft genug der Lohn gleich wieder da ließ.

Großmutter wußte oft nicht von was sie die Kinder satt kriegen sollte.

Die älteren mußten zu den Bauern zum helfen,

damit wenigstens etwas auf den Tisch kam,

oft genug auch aus Mitleid. Meine Mutter sagte öfters,

dieses Mitleid sei das gewesen, was am meisten weh getan hätte.

Oder sie bekamen abgelegte Kleider, die sie dann aufmachten

und neue für sich nähten. Begehrt waren vor allem dicke Stoffe,

wo man Hosen für die Buben und Mäntel für die Mädchen nähen konnte.

Doch die Zeiten waren halt auch nicht die besten,

überall war vieles einfach Mangelware.

Sie waren 9 Kinder zu Haus

 - Anna - Maria - Thomas - Wendelin- Paul - Lina - Josef - Fritz - Greth.

 Grossvater war ein jähzorniger und rechthaberischer Mensch.

Wenn er nicht das bekam, was ihm zustand, gab es genug Prügel für alle.

Auch was essbares mußte für ihn immer dasein.

Weil das Geld jedoch Mangelware war,

mußten die Kinder so schnell wie möglich in die Fabrik zum arbeiten,

Anne und Maria gingen

mit 13 Jahren dahin, damit etwas Geld ins Haus kam.Für sich bekamen sie nichts.

Mutter, erzählte, sie besaß nicht einmal richtige Winterschuhe,

einen Mantel der aus altem

Stoff zusammengesteppt war und in einen Sommermantel eingenäht.

Kaum mehr vorstellbar. Gott sei Dank nicht mehr vorstellbar.

Nach einigen Jahren gelang meiner Mutter den Absprung

nach Arosa. Sie arbeitete als Zimmermädchen im großen Hotel Tschuggen.

Und war erst mal froh, weit weg zu sein,

das erstemal konnte sie ihren Zahltag selber behalten.

Sie kam sich unwahrscheinlich reich vor. Dank dieser Zeit konnte sie sich auch

einiges zusammensparen und sich auch zum erstenmal

einen Wintermantel kaufen und warme Schuhe dazu.

Zum erstenmal war sie glücklich, keine Schläge mehr, konnte einfach mal

nach ihr schauen.

Als sie volljärig war mit 21 Jahren ging sie wieder in die Heimat zurück und

sie fand in der Johannisburg eine Stelle als Hausmädchen /Kellnerin.

Kaum war sie wieder da, stand der Vater vor der Türe

und wollte das Geld abholen, was sie verdient hatte.

Da sie jedoch nun Volljährig war gab sie ihm nichts mehr und wurde

von ihrem Chef unterstützt dabei.

Es wäre besser, er würde sich da nicht mehr blicken

laßen, meinte dieser.Die Mutter schickte deshalb ihre Tochter,

die sie anflehte was zu geben, die jüngeren Kinder hätten nichts zu essen.

Meine Mutter gab ihr das Geld und hatte wieder etwas Ruhe.

Dann kam die Liebe zu ihr.

Sie lernte meinen Vater Meinrad kennen und lieben und sie

beschlossen zu heiraten. Am 8.Mai 1940 ließen sie sich

in der Kirche zu Altdorf Uri von einem ehemaliger Galgener Pfarrer trauen

und bezogen an der Kreuzstrasse - Siebnen eineWohnung.

Großmutter Anna ließ sich in den vierziger Jahren scheiden und zog mit den jüngsten

Kinder wieder in ihre Heimat das Glanerland.

Eine Scheidung in jenen Jahren war ein großer Schritt,

doch man hätte gewünscht, das sie das viel früher gemacht hätte.

Ich weiß noch, daß sie nochmal geheiratet hat

und in den fünfziger Jahren in Glarus gestorben ist.

Grossvater Thomas ging nach Zürich und ließ sich nicht mehr viel blicken.

1961 wurde er krank und ging zu seiner Schwester Karolina nach Wangen

und meine Mutter ging hin und half bei der Pflege

bis er dann 1961 zwei Wochen nach seinem Sohn Wendelin starb.

Meiner Mutter Geschwister wohnten zerstreut in der ganzen Schweiz verteilt.

Von Luzern der Paul bis Romanshorn der Josef.

Anne und Greth blieben im Glarnerland.

Lina zog im Kt. Luzern herum. Der Fritz war in Winterthur.

Thomas war auch mal hier und mal da. Wendelin starb nach einem Unfall 1961.

@ mary rosina 02.06

 

 

 

 

 

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Lütisburg im Toggenburg t2
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 16:40

                                            

      

 

  Lütisburg das Dorf der vielen Brücken

 

  Das Gemeindegebiet .Die im wesentlichen auf der Thurseite

liegende Gemeinde Lütisburg bedeckte ursprünglich

 eine Fläche von 3960 Jucharten(1427,6 ha)

Der Gemeinde wurden zugeteilt die Ortschaften und Höfe-

Alenschwanden, Altegg, Dottenwil,Tuferswil,

Eglisboden, Gonzenbach, Guggenloch,(Mühle) Loo,

Mühlau,Chrummentürli, Chrummenacker, Haslen,

Herrenberg, Halden, Nord, Oberrindal, Obersies Ramsau,

Rimensberg, Schauenberg, Tierhag, Unterrindal, Wildenhof Winzenberg.

Die Fläche der Gemeinde Lütisburg beträgt heute 1408 ha die Gemeinde

zieht sich in alle vier Himmelsrichtungen weit auseinander.

Strassen und Verkehrswege ;

Die alte Toggenburgerstrasse Bazenheid- Bütschwil führte usprünglich von der

Thurbrücke  hinauf nach Altgonzenbach und von dort den steilen Abhang

hinauf nach Bütschwil. Im Jahre 1838

wurde die Haupt -und Handelstraße nach Flawil vom Staat übernommen.

Es folgte darauf ein Neubau der Straße von Unterrindal, bis hin zur Grenze Jonschwil.

In diese Zeit fällt auch das Wegfallen der Brücken- und Wegzölle.

Die Mühlaustrasse wurde von der Gemeinde gebaut,

während die Holzbrücke von Privat gebaut wurde.

Von Elias Baumann. Am 9. September 1851 wurde die Brücke eingeweiht.

Diese Holzbrücke wurde in den Jahren 1951/52 durch eine Betonbrücke ersetzt.

Die alte Holzbrücke wurde auf 24 m verkürzt und steht heute noch in der Aachsäge

(heute Mogelsberg) die Straße Rimensberg - Oberrindal, Tufertswil -

Winkelholz - Herrensberg - Rimensberg-

Hasenrain -Chrummentürli - Dottenwil - Magdenau.

Diese vielen Strassen und Brückenbauten belastet bis in die heutigen Tage

die Gemeindekasse schwer.

1840 wurde die sogenannte Letzibrücke als Holzbrücke

über den Necker auf dem Weg nach Ganterswil gebaut.

 Seit 1969 besteht eine Betonbrücke und die alte Holzbrücke

ist als Fußweg noch in Gebrauch.

Auf dem ganzen Gemeindegebiet gibt es unzählige kleine Brücken und Stege

und die vielen zum Teil steilen

Strassen müßen unterhalten werden. Die jeweiligen Bewohner ,

die Hofbesitzer mußten ihren Teil immer selber dazu tun,

meistens mit ihrer Arbeitskraft,

denn reiche Großgrundbesitzer gab es keine.

         

Ein Bild das zeigt wie Ländlich diese Landschaft ist.

Das Typische Lütisburger Bild mit den drei Brücken

Die Holzbrücke steht unter Denkmalschutz

und nur noch für Fußgänger zugelassen.

 

 

Das Bild mit den drei Brücken, hinten der Eisenbahnviadukt,

dann die kleine Betonbrücke über den Gonzenbach

der da in die Thur fließt und die alte Holzbrücke.

Das sind die Wahrzeichen von Lütisburg

Die bedeutenste Brücke ist die gedeckte Thurbrücke bei Lütisburg.

Sie ist die längste, je im Toggenburg gebaute Holzbrücke

und überspannte ursprünglich im freien Trapez die 58 m breite Thur.

Sie erstzte einen Steg, der mit Saum- und Reitpferden zu begehen war. 

Diese Weg wird schon zu Zeiten der Grafen von Toggenburg erwähnt.

Die Lütisburg wurde zeitweise von den Grafenfamilie als Hauptsitz genutzt.

Wer sollte ihnen dies verdenken, daß es an diesem strategisch wichtigen Standort,

talherrschend und doch im Schutz von Wald, Wasser und Felsen eine Burg erbauten.

Erste Bilder mit der ältest bekannten Brückenkonstruktion

dürften so um 1707 gemacht worden sein.

Die heutige Brücke dürfte zwischen 1789-1791

von Johann Ulrich Haltinger erbaut worden sein.

1896 wurde sie verstärkt und überholt.

1937 wurden die beiden hölzernen Brückenjoche durch massive,

mit Natursteine verkleidete Strompfeiler ersetzt.

Das Dach wurde von der ursprünglichen Höhe von 3,5 mauf 4,5m angehoben

und über die Verbreiterung

 hinausgezogen. In dieser Form dient die altehrwürdige Holzbrücke

 noch heute dem Fußverkehr.

Im Mai 1989 wurde das 200 jährige Bestehen, mit der Bevölkerung gefeiert.

Sie steht unter Heimatschutz.

Eine ca 200 m thurabwärts steht eine neue Betonbrücke, die den Verkehr bewältigt,

was die gute alte Holzbrücke nicht mehr schaffte.

Du hast einen schönen Beruf sagte das Kind zum alten Brückenbauer         

Es muß doch schwer sein, Brücken  zu bauen!

Wenn man es gelernt hat, ist es leicht, Brücken aus Beton und Stahl zu bauen.

Die anderen Brücken sind viel schwieriger sagte er, die baue ich in meinen Träumen.

Welche anderen Brücken? Fragte das Kind nachdenklich.

Er wußte nicht, ob das Kind ihn verstehen würde.         

Dann sagte er: Ich möchte eine Brücke bauen.

Von der Gegenwart in die Zukunft.

Ich möchte eine Brücke bauen, von einem Menschen zum anderen!

Von der Dunkelheit in das Licht, von der Traurigkeit in die Freude.

Ich möchte eine Brücke bauen, von der Zeit in die Ewigkeit,

über alles Vergängliche hinweg.

Das Kind hatte aufmerksam zugehört.,es hatte nicht alles verstanden

spürte aber daß der alte Brückenbauer traurig war.

Weil das Kind ihn wieder froh machen wollte, sagt es, ich schenke dir meine Brücke.

Und das Kind malte für den Brückenbauer, einen wunderschönen Regenbogen.

  @ mary rosina 02.06

 

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Umzug nach Lütisburg 1958 t3
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 16:24

Bis ins Jahr 1957 lief alles gut für die Familie.

Vater arbeitete eine zeitlang als Gramper an der Bahn. 

Doch die Arbeit, der Hof und Familie wurde einfach zuviel,

deshalb war er froh als er in

einer Möbelfabrik in Lachen anfangen konnte,

Meinrad kam aus der Schule und fing eine Schneiderlehre in Siebnen an,

was seinem Naturell sehr entgegen kam. Er war sehr talentiert,

was ich viele Jahre später öfters beneidet hatte.

Bei Vater in der Fabrik wurden Stellen gestrichen,

er also Angst bekam seinen Arbeitsplatz zu verlieren könnte,

denn er war ja nicht gelernt.Da sich das mit einem Hof nicht zu

 realisieren schien, suchte erst nach einem Haus und dann nach Arbeit.

Das schien sich dann als richtig herauszustellen. Er fand ein älteres Haus,

allerdings nicht in der March sondern über dem Pass Ricken,

am Ende des Toggenburgs, in Lütisburg.

 

Unser Haus 1958 als Vater es kaufte

Vater renovierte es nach und nach, damit es gut da stand.

Für damalige Zeit war das

furchtbar weit weg.Auto hatten nur ganz wenige der Bekannten und Verwandten

und mit dem Zug war es umständlich, mit umsteigen und dann noch einen Fußweg von 40

 Minuten, bis man dann zu Hause war. Für heutige Verhältnisse kaum noch forstellbar.

doch als er dann auch noch eine Arbeit fand,wieder in einer Schreinerei, 

nur einen halbstündigen Fußmarsch vom Haus entfernt ,war das für meine Eltern

sonnenklar, es hieß umziehen.

 

Unser Haus 1989 als Mutter es verkaufte.

Doch das hiess für meinen Bruder Meinrad , der in das letzte Jahr seiner Lehre kam ,

dableiben, also mußte ein Zimmer für ihn besorgt werden, was keine große Übung war.

 Doch was war mit Leo, Der Kanton Schwyz hatte damals noch 7 Schuljahre,

der Kanton St.Gallen, zu dem Lütisburg gehörte hatte aber 8 Schuljahre.

 Leo streubte sich behaarlich nach Lütisburg mitzugehen, dieses 8 Schuljahr wollte er nicht

machen, aber dann durfte er nicht umziehen. Er mußte ein Jahr warten,

dann war er alt genug um in eine Lehre zu gehen. Also ging er als Knecht auf den Hof von

Onkel Martin. Walter mußte  mit umziehen, ob er nun wollte oder nicht, denn er mußte noch

2 Jahre zur Schule. Ich wollte natürlich auch nicht mit, von denn meine zwei

Bezugspersonen die ich hatte, Leo und meine Großmutter vom Gfell,

wollte ich mich nicht trennen.doch mein Geschrei imponierte niemanden.

Bis mich Leo wiedermal in den Bollerwagen steckte und  Richtung Gfell lief.

Da das aber in der Zwischenzeit öfters der Fall war, kamen wir auch nicht mehr weit.

Man beschloss, daß ich über die Anfangsphase zur Großi gehen darf,

und wenn alles erledigt war nach Lütisburg gehen mußte.

So war ich mit den Menschen die ich sehr liebte zusammen,

 Meinrad kam immer über das Wochenende und Leo meistens Sonntags nach der Kirche

.

.  

Leo mit seinen drei Cousinen Lina - Edith und Silvia.

Er fühlte sich bei Onkel und dessen Familie wohl.

Meinen Aufenthalt wuchs sich  bis in den Herbst aus, was mich nicht traurig machte.

Inzwischen hatte Leo auf das Frühjahr 1959 eine Lehrstelle als Maurer in Lütisburg

selber gefunden und konnte seiner Zukunft gelassen entgegen sehen.

Meiri war mit der Schneiderlehre fertig, wollte aber ins Hotelfach wechseln,

er ging nach Biel-Bienne machte eine Zusatzlehre im Hotelfach, 

alles was er seit dieser Zeit gemacht hatte, erfuhr ich erst viele Jahre später.

Er hatte Streit mit den Eltern und kam von dieser Zeit an nicht mehr nach Hause.

Walter arbeitete während seinen zwei Schuljahren in Lütisburg noch auf einem Hof

im Dorf, doch er wollte nicht Bauer werden, da war er nicht der Typ zu.

Walter kam aus der Schule und ging in St.Gallen arbeiten, der Kontakt zu ihm war sehr

 spärlich.Leo machte seine Lehre fertig, Ich kam 1960 in die Schule von Lütisburg.

Schulweg von 3/4 Stunde war für mich nun in den nächsten Jahren bestimmend.

Die Zeit war für mich in Ordnung. Leo war da und da wo er war, war es gut für mich.

Keine Schläge kein Geschimpfe, denn Leo griff immer ein und stoppte das ganze.

Mutter nahm sich auch zusammen, wenn Vater zu Hause war, denn sie wußte genau,

daß er das nicht akzeptieren würde.Diese Jahre gingen für mich soweit gut vorüber,

doch mein Leben, sollte nie mehr so sein  wie diese Jahre. Ich mußte meinen liebsten

Menschen hergeben, wurde nicht gefragt, er auch nicht, der Herrgott hat es entschieden,

 was ich allerdings nicht begreifen konnte.

Das einzige Familienfoto das es gibt. 1960 gemacht.

Da war die Welt noch in Ordnung.

 

Leo mit seinem neuen Velo, das damals noch einen Wert hatte und er mächtig stolz darauf

 Nachher kaufte er sich ein kleines Mofa, damit er doch etwas unabhängiger war.

Denn wenn man so abseits wohnt, gibt es nur laufen, Velo oder Mofa fahren.

Leo war ein hervorragender Schütze und im Schützenverein ein aktives Mitglied.

Spielte auch immer Theater, wann immer was gemacht wurde in der Gemeinde.

Er hatte einen großen Freundes und Bekanntenkreis, weil er ein liebevoller,

hilfsbereiter Mensch war. Er und ein Mitarbeiter seines Lehrbetriebes hatten vor sich

selbständig zu machen. Er hatte sich für eine Zeit in einem Betrieb,

der vor allem auf Tiefbau spetzialisiert war, verpflichtet, sein Vertrag endete am 1. Juni

 1966. Da sie aber auf auf einer Baustelle, eine Neue Rheinbrücke in Sennwald,

noch nicht ganz fertig waren, sie mußte noch von den Gerüsten befreit werden,

denn am Sonntag 5 Juni 1966 sollte sie eingeweiht werden. Leo blieb,

so verantwortungsvoll wie er war, dabei

und wollte dann am Samstag nach Hause zu kommen.

Am 2.Juni 1966 war es mit all seinen Plänen und Wünschen vorbei.

 Er verunglückte auf dieser Baustelle tödlich, und für mich, war nichts mehr,

wie es mal war. Er kam nicht heim und blieb, so wie er mir immer gesagt hatte,

er kam und war nicht mehr da. Was ich damals fühlte, dachte, wollte,

schrieb ich in einen Brief an ihn, weil ich mit all dem Ganzen nicht umzugehen wußte,

und keiner sich fragte, wie es mir ging. Es war halt so und basta.

 @ mary rosina

Das letzte Bild von uns drei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Warum gerade Du?
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 10:01

        

 

  

Diesen Brief habe ich bei meiner Mutters Sachen in der Schatzkiste gefunden.

Ich hatte keine Ahnung, daß sie ihn gefunden hatte, genausowenig, daß sie ihn kannte.

Er war ganz zerfledert, kaum noch leserlich.

Ich hatte ihn auch tausendmal gelesen und viele unzählige Tränen tropften drauf.

Es gab zwei davon, den einen habe ich tief in das Grab von meinem Bruder Leo eingeraben,

 als ich von zu Hause fort ging und den anderen zu meinen Sachen gelegt die zu Hause

blieben und auf dem Estrich landeten.

Ich habe diesen Karton nie mehr gesehen,

denn ich war nie mehr lange genug zu Hause um auf dem Estrich rumzuklettern.

Auch wenn ich damals dachte, die Welt würde untergehen,

so ging es für mich weiter und Trauer wurde weniger, auch wenn die Narben blieben.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Brief einschreiben soll,

er gibt soviel von meinen Gefühlen frei, Wut, Trauer alles was ich als Mädchen

durchlitten hab.

Doch vielleicht kann ich jemanden anders Mut machen, zeigen,

daß doch nicht alles verloren ist und es weitergeht.

Vielleicht ist jemand genauso allein mit seiner Trauer,

wie ich damals alleine damit war.

Also werde ich diesen Brief im Orginal einschreiben und nichts verändern,

dazu habe ich mich nun entschieden.

Wann? Wenn ich die Kraft dazu habe!

 - meine Brüder Meinrad - Leo - Walter 1965

 

Siberhochzeit meiner Eltern 1965

 

Meine Brüder Meinrad und Leo 1964 zum Zwanzigsten von Leo

 

 Walter an seinem zwanzigsten 1965

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Wo liegt der Berghof?
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 08:58

Der Berghof liegt zwischen dem Wägital,

das zur Gemeinde Vorderthal gehört und Siebnen im Tal liegend.

Die Gegend heisst "March" und gehört zum Kanton Schwyz.

Einige zur March zählenden Gemeinden sind; Altendorf - Lachen -

Wangen - Galgenen - Siebnen - Wägital,

die für mich im Leben auch mehr oder weniger eine Rolle gespielt haben.

Auch ist fast die ganze Verwantschaft in diesen Dörfern zu Hause.

Bilder:   Karte von der March,    Blick auf Siebnen - Wangen,   

In der Ferne Siebnen,    Lachen am See

                             

Der Berghof gehörte über viele, viele Jahre meiner Familie, seitens meines Vaters.

Auch ich und meine zwei Brüder haben über einige Zeit noch bei meiner lieben Großmutter auf dem Hof gelebt.

Vorderthal mit Aubrig.

Etwas über die Geschichte des Wägitals und über die beiden Dörfer Innerthal und Vorderthal.

Vorderthal bildet das Zentrum des stillen und idylischen Wägitals, das als Naherholungsgebiet beliebt ist. 

Ursprünglich war die Gegend nur als Sömmerungsalp von den Märchler Talgemeinden; benützt worden.Siebnen - Wangen - Galgenen - Lachen - Altendorf.

Noch heute ist das Tal landwirtschaftlich geprägt.

Das Dorf Vorderthal liegt in einer sanften Mulde,

zu Füßen des Großen Aubrig am Ausgangspunkt des Sattelegpasses,

der die Erschließung in die Innerschweiz ist. 

Das Gemeindegebiet erstreckt sich von 602 m bis hinauf zum Großen Aubrig auf 1695 m.

Seine erste Ansiedlung erhielt Wägital um das Jahr 406. Bis in das Jahr 1350,

war das Wägital der Grafschaft Alt-Rapperswil unterworfen.

Mit der Trennung des Wägitals 1776 erfolgte die Bildung zu zwei selbständigung Gemeinden.

Vorderthal und Innerthal.Die urkundliche Siegelung nahm die Genossame vor,

die damals einen Teil der Gerichtsbarkeit innehatte.

1798 erstellten die gnädigen Herren zu Schwyz der March und dem Wägital

nach langem Bitten die Befreiungsurkunde aus.

Bis zu Beginn des 19 Jahrhunderts

hatte der ins Wägital führende Weg nur aus einem Pfad bestanden,

der an sumpfingen Stellen noch durch Holzpfähle gestützt war.

1861 wurde die erste Strasse die durch die enge Talschlucht führte fertigggestellt. 

1894 fuhr die erste eidgenössische Pferdepost ins Wägital,

über eine mehr als 10 km lange sehr kurvenreiche Strasse.

1908 erhielt das Wägital den Stromanschluss. 

Der jedoch damals noch nicht in die höher gelegenen Gehöfte gelegt werden konnte.

Unser Berghof bekam erst Ende der 50 er Jahre Strom gelegt.

Ich erinnere mich noch an die Petroliumlampen und Kerzenlicht. 

Für die Heutigen Zeiten kaum mehr vorstellbar.

Das Dorf Innerthal an der Wägitaleraa gelegen,

vor der Sprengung des Kirchturmes und füllen

des Stausees.

 

                                                              

Das erste Postauto 1922  -  Sprennung der Kirche

Das Dorf Innerthal vor

Die ersten Sondierungen zur Abklärunge der geologischen Verhältnisse

des Talbodens von Innerthal wurden 1919 gemacht.

1921 war die Gründung der AG Kraftwerk Wägital durch die NOK und der Stadt

Zürich.1922 - 1925 war der Bau der Staumauer für den Wägitalersee. 

Dies war für das Wägital ein sehr einschneidendes Erlebnis.

Durch den Aufstau des Sees, mußten weit über 100 Personen

die Gemeinde Innerthal verlassen

Häuser und Bauernhöfe wurden einfach überflutet nur die Kirche wurde gesprengt.

Den einen wurde ein Heimwesen in höheren Lage angeboten,

aber nicht für alle reichte das Land aus.

Viele liessen sich in der damaligen schlechten Zeit mit Geld entschädigegn.

(8 Rappen pro Quadratmeter Boden) und verliessen das Tal.

Bauten sich woanders wieder eine Existenz auf.

Mein Vater und meine Großmutter erzählten viel davon,

weil auch aus der eigenen Verwandschaft Menschen betroffen waren.

Einige sogar nach Amerika ausgewandert.

                  

Landschaft und Naherholungsort heute.

             

 

Wägitalersee und Landschaftsbilder heute   

Der Wägitalerstausee beliefert heute noch den Strom ins Tal.

Er liegt auf 900 m.ü.M.Der Berghof liegt zwar näher im Vorderthal,

gehört aber zu der Gemeinde Siebnen.

So mußten die Kinder über den Stalden nach Siebenen zur Schule und in die Kirche laufen. 

Was vor allem im Winter eine rechte Plage war.Ich selber kenne den Weg auch noch,

denn ich lief mit meinen Brüdern oft stundenlang von unserem Wohnort Wangen

bis zum Berghof, mit meinen kleinen Füßen eine Leistung. "lächl"

Siebnen ist keine eigenständige politische Gemeinde, sondern das Dorf der drei Gemeinden.Galgenen - Schübelbach - Wangen.

Das Dorf ist deshalb auch oft auf den Goodwill der drei Muttergemeinden angewiesen,

wenn es um die Dorfgemeinschaft Siebnen direkt geht. 

Doch Siebnen hat eine gesunde Strucktur und gesundes Gewerbe,

so dass es doch eine alteingesessene Bevölkerung hat.

 @ mary rosina 01.06

 

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Siebnen - Galgenen
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 01:02

    

St. Wendelinsbrunnen                       Kath. Kirche Siebnen

Siebnen Dorf

Etwas Geografie

Das Gebiet der Gemeinde Galgenen (Gemeindeteile Galgenen, Siebnen-Galgenen)

liegt zwischen 420 und 1277,.ü.M.

Die Grenzen werden größtenteils natürlich gebildet,

und zwar im Norden und Osten durch die Wägitaleraa

und im Westen durch den Lauf des Spreitenbaches.

Die beiden Schwerpunkte bilden der Dorfteil Galgenen

und der Dorfteil Siebnen-Galgenen,

der durch die Wägitaleraa vom übrigen Ort Siebnen getrennt wird.

Die Ortschaft Siebnen gehört zu den drei Gemeinden

Galgenen - Schübelbach und Wangen.

Die Grenzen verlaufen mitten durch den Dorfkern.

Einzig kirchlich und postalisch bildet Siebnen eine Einheit.

Die struckturell in sich geschlossene Dorfgemeinschaft verfügt über eine

kommunale Selbstverwaltung. Dies ist ein Unikum,

weil sehr selten ein derart großer Ort kein eigenständiges politisches Gebilde ist.

Örtlich zu regelnde Angelegenheiten sind deshalb vielfach Kompromisse

zwischen den kollektiven Bedürfnisse der Ortschaft Siebnen als Ganzes

und den Entscheidungen der Muttergemeinden.

Die Selbstverwaltung im öffentlichen Bereich ist dreigeteilt.

Daß es bis heute trotz dem Fehlen einer kommunalen Autonomie gelungen ist,

 die bevölkerungsbezogenen Rahmenbedingungen in fast allen Bereichen

der örtlichen Infrastruktur so in Einklang zu bringen,

daß keine ernsthaften Konflikte entstanden sind,

mag den Aussenstehenden zunächst erstaunen.

Die Standortgunst, die gute Verkehrslage,

die vorgegebenen wirtschaftlichen Strukturen, sehr viel positive Eigeninitiative

der Dorfbewohner und privater Körperschaften,

aber auch die wachsende Solidarität der Muttergemeinden,

haben ungeachtet der komplizierten Rechtsverhältnisse

die Entstehung und den Ausbau einer wohnlichen Dorfgemeinschaft gefördert.

Durch den Bau der Autobahn,Zürich-Chur,

brach ein richtiger Bauboom in Siebnen-Galgenen

aus. Kleine Siedlungen entstanden,

der ländliche Charakter wurde jedoch beibehalten,

was der Charme der Gemeinden heute ausmacht.

@mary rosina 01.06

 

    

                     

     

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Sonntag, 12. März 2006
Berghof "Gfell "
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 23:27

Auf dem Berghof " Gfell "

lebten meine Urgroßeltern

Melchior und Barbara Ziegler - Kessler - mit ihren 9 Kindern.

Es waren 7 Mädchen und 2 Buben, die alle großgezogen werden mußten,

allein mit dem Berghof als Verdienst.

Meine Urgroßeltern Barbara und Wendelin Ziegler-Keßler

Leider das einzige Bild, das ich von ihnen habe.

Hochzeitsbild von meinen Großeltern

Rosina und Martin Diethelm- Ziegler

Von Großvater Martin habe ich kein Bild mehr.

Als 1911 ihre Tochter Rosina  -

Martin Diethelm von der Steinegg aus Altendorf heirtatete

arbeiteten sie zusammen auf dem Berghof.

Die Kinder kamen wie Orgelpfeiffen;  1912 Rosa - 1913 Martin - 1914 Meinrad 

1916 Alois 1917 Paul -  nach dem Tod von Vater Martin kam 1919 Maria

1918,schlug das Schicksal unerwartet zu, als der junge Vater starb.

Seine Frau Rosina stand hochschwanger mit dem jüngsten Kinde,Maria.

Nur durch den Zusammenhalt der Familie schafften sie

die schwere Arbeit auf dem Hof.

Die Kinder mußten früh mithelfen und hatten eine schwere Jugend.

So brachte man den Hof über die Runden.

So gingen die Jahre dahin, die Kinder wurden groß,

sie erzogen sie alle zu anständigen und rechtschaffenen Menschen.

Das Haus war das Dach über dem Kopf, das Vieh und der Garten das Essen.

Der Hof zu bewirtschaften war zwar schwer und anstrengend,

aber Hungern mußten sie nie.

Das Heu, das man im Sommer im oberen Stall gelagert hat,

wurde im Winter mit dem Hornschlitten runter geholt.

Das war leichter als im Sommer runter zu tragen.

Auch das Holz, das man geschlagen hatte, wurde mit dem Schlitten,

wenn es gefroren war ins Tal gefahren.

Das war nicht ungefährlich, was mein Vater schmerzlich erfahren mußte.

Er konnte den Schlitten nicht mehr halten, stürzte und bekam einen Spitter ins Auge.

Bis er von dem steilen Hang, die weite Strecke ins Dorf

und die mehr als einstündige Fahrt ins Krankenhaus gebracht wurde,

war das Auge nicht mehr zu retten.

Von da an hatte er ein braunes und ein grün/graues Auge.

Als Kind fand ich das lustig, denn sowas hatte nur mein Vater,

er war halt was besonderes.

Ich weiß, daß mein Vater den Hof gerne übernommen hätte,

er war Bauer aus Leib und Seele.

Er arbeitete als Knecht bei anderen Bauern,

half aber trotzdem auf dem Hof immer noch mit.

Seine Schwester Rosa heiratete und zog nach Tuggen,

wo sie auch all die Jahre lebte.

Sein Bruder Martin heiratete Lina und übernahm den Hof seiner Frau.

Alois und seine Frau Olga lebten in Siebnen,

Maria heiratete auch auf einen  Berghof 

und bewirtschaftete mit ihrem Mann Mathe diesen Hof.

Nur Paul blieb ledig, blieb bei seiner Mutter und übernahm den Berghof.

Mein Vater war darüber sehr entäuscht, wie er immer sagte,

doch auch er fand seinen Lebensweg.

Man sagt ja nicht umsonst; alles hat einen Sinn im Leben,

auch wenn man den im Moment nicht verstehen kann.

 

Mein Vater mit seinen Brüder und Mutter Rosina Diethelm

 

 Onkel Paul heiratete und bewirtschaftete den Hof

und Großmutter konnte sich etwas zurück ziehen.

Wie viele ihrer Generation, konnte sie nicht ohne Arbeit sein,

wenn sie auch auf die Leichteren zurück griff.

Pauls Frau brachte ein Kind mit, dan dem sie viel Freude hatte.

Dann kamen die ersten Urgroßkinder von Agatha, Tochter von Rosa aus Tuggen.

Wie erzählte sie immer am Telefon; wie sehr sie diese Zeit geniesse,

nochmals ein Baby in den Armen zu halten, sei das schönste.

1966 mußte sie den Tod meines Bruders und ihres Großkindes Leo hinnehmen,

was ihr sehr nahe ging, war er doch soviel und oft bei ihr auf dem Hof.

Sie sagte, warum er, so jung, warum nicht ich, bin doch alt.

1967 durfte sie dann friedlich einschlafen.

Das Schicksal des Berghofes wurde 1974 besiegelt,

als mein Onkel Paul unerwartet starb

und seine Frau alles verkaufte. So war der Hof, der sovielen meiner Familie

die Heimat gewesen war unwiederruflich für unsere Familie verloren,

was besonders meinem Vater verständlicherweise sehr weh tat.

Doch das Schicksal hatte mit meinem Vater was andres vor.

Er hatte einen schweren Unfall im Betrieb

und konnte nachher nie mehr richtig arbeiten.

Damit hatte unsere Familie ihr eigenes Päcklein zu tragen.

Ich bin viele Jahre später einmal zum Hof hochgelaufen und was ich dann sah,

tat sehr weh. Das Haus war verlottert,

Scheiben eingeschlagen und notdürftig mit Bretter zugenagelt.

Doch das ging nicht nur uns so,

vielerorts wurden die Bergheimet verlassen und nicht mehr bewirtschaftet,

zu streng und kein Auskommen mehr für eine Familie waren oftmals der Grund.

So war halt der Welten Lauf und nicht mehr zu ändern.

 

 Tante Maria jüngste Schwester und Rosa die älteste Schwester

meines Vaters

@ mary rosina 01.06

 

 

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Meine Mutter
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:01

 

Meine Mutter mit ihrer Schwester Anna

Bilder meiner Mutter als junge Frau

Mutter und ihre Schwester Anna mit Arbeitskolegen von der Fabrik

 

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Haslen -Lütisburg t3
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 18:21

Der Umzug war vorüber und im Herbst ging ich vom Gfellhof dann auch hierher, nach Lütisburg.

Walter tat sich schwer in der neuen Schule, er wurde viel gehänselt, auch wegen seinem

Dialekt, das in der March ganz anders war als im Toggenburg.

Als dann im Frühjahr 1960 auch Leo noch kam und seine Lehre als Maurer im Dorf anfing,

 hatte es Walter dann ein wenig leichter, doch er wollte, nach der Schule gleich fort,

er ging nach St. Gallen, kam aber oft Heim am Wochenende.

Walter kam aus der Schule und ich in die erste Klasse, ein fliegender Wechsel sozusagen.

Walter und Leo waren in der Jungmannschaft, Walter war Fahnenträger und Leo

Nebenläufer.So gingen die Jahre dahin.

Ich kam im April 1960 Montag nach dem weißen Sonntag in die Schule,

9:00 Uhr - 11:30 Uhr und 13:30 Uhr - 16:00 Uhr

Mittwoch und Samstag Nachmittag war frei.

Der lange Schulweg war das was mir am meisten Probleme machte,

meine Freundin Gerda, Hansueli und Klärli, Vreni und ich, wir hatten den gleichen Schulweg.

 Oft vergassen wir die Zeit beim Nachhause gehen, weil wir unterwegs spielten,

es gab ja sovieles zu entdecken im Wald.

Das setzte meistens wieder was ab von Mutter,

erstens weil so spät und zweitens meistens sehr schmutzig.

Meine ersten Schultage.

Den Schulranzen musste man immer mitnehmen, was auf dem langen Weg

echt mühsame war und je nach Gewicht Rückenschmerzen verursacht hat.

Ab der zweiten Klasse durfte man der Ranzen in der schule lassen,

nur das was man für die Hausaufgaben brauchte mußte man mit nehmen.

Verärgert und traurig, mit Leo und Walter und Cousine Antoinette Weber

Meine Schulzeit

Der erste Schultag war immer an dem Montag nach dem Weißen Sonntag.

Tage vorher mußte ich meine Mutter schon genervt haben.

Um sechs Uhr stand ich schon auf und packte zum hundersten Male

meine Schulranzen aus und ein.

Wie stolz war ich.

Meine allerschönste Schiefertafel, das Schwammkästchen,

die Griffel und Bleistift und sechs ganz neue Farbstifte.

Ich hatte es von meinem Götti auf Ostern geschenkt bekommen.

Meine Mutter hatte mir gesagt, daß ein Mädchen von der Mühlau,

mit uns mitlaufen werde. Also da muß man wissen,

 Heute geht da ein schöner Wanderweg, damals war es halt ein Trampelpfad.

Von unserem Haus entweder nur runter oder nur rauf,

wie man ging zu dem Weiler Mühlau.

Ich hatte beschlossen dem Mädchen entgegen zu gehen,

weil ich es wohl aus lauter Zappeligkeit kaum noch aushielt.

Ich sehe sie noch heute vor mir, ausser Atem, weil sie den Buckel hochgerannt war,

aus Angst zu spät zu sein.Ja , meine Freundin Gerda,

so gingen wir viele Jahre zusammen in die Schule,

es kamen dann noch die Kinder vom Unterrindal dazu, aber um mit denen mitzulaufen,

mußten Gerda und ich auf die Hauptstraßer auf laufen,von uns aus.

Der andere Weg lief von unserem Haus flach über die Wiesen dem Wald entlang bis ins Dorf.

Das Dorf selber ist an einen Hang gebaut,

zwei Steilstücke waren links und rechts mit Häuser bebaut, also immer runter in die Schule

und rauf nach Hause.

Es sind 2 km und das vier mal am Tag gelaufen,

kann man sich heute nicht mehr vorstellen.

Unser erster Schultag war anstrengend, wir waren doch noch klein,

die Aufregung, das viele laufen, war ich froh,

daß unsere erste Woche nur Morgens war,

sodaß wir uns daran gewöhnen konnten. Wir waren eine große Klasse.

 Maria-Cäcilia-Klara-Gerda-Hansueli Andreas und ich,

später kam noch Vreni dazu und Andreas verließ uns.

Wir waren also 6 Mädchen und ein Bub.

Bis auf Maria und Cäcilia hatten wir alle den gleichen langen Schulweg,

Klärli sogar noch mehr als einen Kilometer länger.

Was haben wir für eine tolle Zeit gehabt,

denn so ein langer Schulweg bietet doch so vieles an tollen Ideen,

was wir alles angestellt haben,

 im Wald oder im Farnwald ganze Häuser gebaut,

gegen die Dorfbewohner gekämpft

 usw.Wie oft haben wir die Zeit vergeßen und sind zu spät nach Hause gekommen,

was natürlich von Mutter nicht gerade freundlich aufgenommen wurde.

Gerda blieb all die Jahre meine Freundin. Als wir 16 Jahre alt wurden,

ich war schon zwei Jahre fort im Internat, kauften wir uns silberne Ringe.

Ich weiß nicht, ob sie ihren noch hat, meiner trägt meine Tochter.

Als ich sie vor 16 Jahren das letzte mal sahen,

trug ihn auch eine Tochter von ihr den Ring.

Auch haben wir zwei Jungs im gleichen Alter.

Unser Leben verließ in zwei total verschiedenen Bahnen,

aber trotzdem hielt unsere Freundschaft.

@ mary rosina 02.06

 

Mein einziges Schulfoto in der zweiten Klasse.

Es müßten noch Klassenfotos geben, vielleicht finde ich sie noch?

Ein kleiner Trotzkopf

 

Mit Bruder Leo und Walter und Cousine Rosmarie Weber

Patenkind meiner Mutter

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Meine Eltern
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 01:06

                                       

                                                     

Mein Vater lernte meine Mutter kennen,

als sie in der Johannisburg Altendorf, arbeitete.

Er war in Siebnen bei einem Bauern schon einige Jahre als Knecht tätig.

Immer öfters nahm er den Fußweg von Siebnen nach Altendorf auf sich,

um Mutter zu sehen

Auch wenn es noch 7 Tage in der Woche zu arbeiten galt

und es keine 5 Tage Woche gab.

Sie beschlossen zusammen zu bleiben und somit heirateten sie am 8.Mai 1940

in der Kirche zu Altdorf Uri,

weil mein Vater dort einen der Priester kannte,

der in Galgenen früher einmal Pfarrer gewesen war.

Meine Eltern Maria und Meinrad Diethelm - Schättin

heirateten am 6.Mai 1940 in der Kath. Kirche zu Altdorf Uri

Auf der Hochzeitsreise nach Schaffhausen Rheinfall

Mussten doch so schnell wie möglich wieder nach Hause, weil der Bauer,

bei dem mein Vater als Knecht arbeitete eingezogen wurde. es war Kriegszeit.

Hochzeitsbilder am 6. Mai 1940 in der Pfarrkirche Altdorf UR

mit Pfarrer und Mamis Bruder Thomas als Vikar, ganz links

Gruppenfoto auch mit den Trauzeugen

 

 

Auf der Hochzeitsreise an den Rheinfall Schaffhauen.

                                                                         

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Samstag, 11. März 2006
Sommerzeit - Heuen - Erntezeit -
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:22

Sommerzeit

Arbeitszeit! Das war der Sommer allemal.

Wenn das Heuen anstand, hatten wir immer, wenn das Wetter gut war, Schulfrei,

weil viele der Kinder aus Bauernfamilien stammten.

Wir hatten zwar kein eigenes Land mehr,

aber unsere Arbeitskraft war auch bei unserem Nachbar gefragt.

Vater und Mutter arbeiteten auch immer mit, denn es war eine junge Familie

und froh jemanden wie meine Eltern zu haben, die soviele Jahre Erfahrung mitbrachten.

Maschinell hatte man damals noch nicht soviele Möglichkeiten.

Weil viele Wiesen zu steil waren, mußte von Hand gemäht werden,

sowie das wenden, drehen, zusammenkehren und , und, und.

Zwei Pferde zogen den Wagen, man schob alles Heu nach unten und lud dann auf.

Es gab nichts schöneres, als abends runter in die Thur,

dem Fluß zu laufen und verschwitzt und zerkratzt vom Heu

in das kalte Wasser zu springen.

Als ich älter wurde, war meine Arbeit dann das Kinder hüten.

Aber ich war gerne auf dem Bauernhof,

denn das war ja mein Zuhause gewesen bei meinem lieben Großi,

ich half auch im Stall, handeln, füttern und halt einfach alles was ich konnte.

Unser Fluß die Thur, ist ein fließendes Gewässer und hatte sehr tiefe Stellen,

da konnte man schwimmen ,aber auch Stellen wo es nur Fußhoch ist,

das war dann ideal mit den Kindern.

Fließendes Gewässer wird halt nicht warm aber zum schwimmen

und spielen war es toll und schön.

Immer im Sommer hatten wir vier ganze Wochen lang Ferien,

die natürlich auch auf den Bauernkalender angelegt waren.

Dann kam die Erntezeit für das Obst, schönes zum Verkauf

und das andere für den Most.

Man machte den Hof Winterfest, wie mein Vater immer sagte.

 Im Oktober hatten wir nochmals drei Wochen Ferien,

die ich meistens mit meinem Vater im Wald verbracht habe.

Diese drei Wochen waren mitunter die schönsten des Jahres.

Oftmal kam mein Bruder Leo auch mit, dann war es nur noch schön.

Mein Vater und Leo waren meine geliebten Menschen, die ich um mich herum hatte.

Mein Großi sah ich nur noch ganz selten, denn der Weg war halt ewig lang,

zuerst auf den Bahnhof laufen, dann die Zugfahrt und mit dem Postauto

und nochmals laufen,

dann war der Tag schon bald wieder vorbei.

Doch sie hatte ein Telephon bekommen, nun konnte ich mit ihr telephonieren, 

und ihr doch alles erzählen.

Mein Vater hatte sich Kaninchen angeschafft,

die er nicht auf Schönheit züchtete sondern auf das Fleisch,

das heißt;schön schwer, jedoch nicht fett.

Dann pachtete er das Strohried von einem Bauern und dazu die ganz steilen Wiesen,

die sie ihm gerne überließen,

denn es ist immer eine langwierige Sache diese steilen Wiesen zu bearbeiten.

Vater hatte also Stroh und Heu genug für seine Kaninchen.

Er baute noch einen größeren Stall und freute sich daran,

denn Bauer war er und Bauer blieb er, genau wie Leo und ich.

Diese Gene muß meine Yvonne mitbekommen haben,

sie ist nun seit ihrer Hochzeit eine Bauersfrau und ich bin verdammt stolz auf sie.

Mit meinem Mami

Liebeth - Heidi - Rösli und ich Lisbeth und Heidi

@ mary rosina 03.06

 

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Wangen - Bauernhof - Schule
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:03

 So gingen die Jahre vorüber, sie lebten so gut es ging,

auch wenn es sehr anstrengend war.Es ging ihnen soweit gut.

Das Haus war nicht mehr das jüngste.

Vor allem im Winter war  es schwer etwas Wärme hinein zu bringen.

In den Kinderzimmer im Obergeschoß,

gefroren die Federdecken vom Atem der Buben,

sodass sie ihr Bettzeug nahmen

und in der Stube am Kachelofen ihr Lager aufschlugen.

Die Stube und das Schlafzimmer der Eltern gleich nebenan

und in der Küche war es am

wärmsten, so dass sie lieber unten blieben,

 bis es wieder etwas wärmer wurde und der

Frühling kam.

    Das Haus vom Bauernhof in Wangen

Mein Bruder Meinrad und ich trennten mehr als 12 Jahre

 

Das sind die einzigen Bilder von uns vier auf einmal.

So ging die Zeit dahin. Die Buben kamen zur Schule.

Hatten die Feier der hl. Kommunion und der Firmung.

Der Weg nach Wangen in die Schule war nicht sehr weit

 und vor allem war alles ebenaus,

es hielt sich in Grenzen. Doch sie mußten sich immer beeilen,

den die Arbeit auf dem Hof wartete immer auf sie.

Ein stundenlanges herumlungern konnten sie sich nicht leisten.

1953 über acht Jahre nach dem letzten Bub Walter, meldete ich mich an.

Für meine Mutter, war es nicht leicht, die Schwangerschaft,

machte ihr schwer zu schaffen und die Arbeit war ja auch noch da.

Doch wie sie war, schaffte sie es, wie soviel in ihrem Leben.

Ich kam gesund und munter zur Welt!

In der Pfarrkirche Wangen sz wurden wir alle auch getauft. 

 

Die erste hl.Kommunion bekamen alle drei in der Pfarrkirche zu

Wangen. Und die hl. Firmung genauso.

      

Das alte Schulhaus in Wangen, hier gingen alle drei Buben zur Schule.

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